El Kaida

Wichtiger Terror-Zeuge schweigt in Hamburg

Der Deutsch-Syrer Mamoun Darkanzanli hat im Prozess gegen den als Helfer der Attentäter vom 11. September 2001 angeklagten Mounir el Motassadeq die Aussage verweigert.
Aktenordner im Motassadeq-Verfahren

Von Darkanzali kommt keine Aussage zu den Akten, Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Der unter Terrorismus-Verdacht inhaftierte Geschäftsmann war im Hamburger Terror-Prozess als Zeuge geladen, wollte aber nicht aussagen. Er sagte lediglich: „Ich beantworte keine Fragen“.

Der Deutsch-Syrer war Mitte Oktober auf Antrag spanischer Justizbehörden in Hamburg verhaftet worden. Er soll als mutmaßliches Führungsmitglied des Terrornetzes El Kaida in Europa nach Spanien ausgeliefert werden.

Spanien beschuldigt ihn, die Extremistenorganisation El Kaida seit 1997 in Deutschland, Spanien und Großbritannien in Logistik- und Finanzfragen unterstützt zu haben. Über seine Auslieferung müssen nun die deutschen Gerichte entscheiden.

Darkanzanli hat ein Auskunftsverweigerungsrecht, weil die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gegen ihn ermittelt und er sich nicht selbst belasten muss.

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