"Eliten sind zu selbstherrlich und ängstlich"
Gesine Schwan: Kündigungsschutz ist kein Tabu

Die Präsidentschaftskandidatin von SPD und Grünen, Gesine Schwan, hat sich für eine vorübergehende Lockerung des Kündigungsschutzes ausgesprochen.

HB BERLIN. Dies könnte für eine "Start- und Übergangsphase" sinnvoll sein und zusätzliche Arbeitsplätze bringen, sagte sie dem Handelsblatt. Schwan verurteilte "Denkverbote" in der Politik und appellierte an die Unternehmerverbände, nicht auf eine Entmachtung der Gewerkschaften hinzuarbeiten.

Würde die Unternehmerseite die Gewerkschaften als Verhandlungspartner akzeptieren, müssten die Arbeitnehmervertreter "ihre Macht nicht mehr nur auf die Rettung des Status quo konzentrieren", sagte Schwan. Die Präsidentschaftskandidatin kritisierte, in Deutschland seien die Eliten "zu selbstherrlich und zu ängstlich". Schwan tritt am Sonntag in der Bundesversammlung gegen den Kandidaten der Opposition, Horst Köhler, an.

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