Elterngeld
Väter sollen länger wickeln

Ursula von der Leyen (CDU) will Väter dazu bewegen, länger ihren Beruf auszusetzen. Zwei Monate müssen Väter bislang zuhause bleiben, damit das Elterngeld 14 Monate lang gezahlt wird. Die Familienministerin will diese Baby-Auszeit künftig noch ausweiten. Mit ihrer Initiative will sie den Männern "den Rücken stärken".

HB BERLIN. Das Elterngeld solle nur noch dann voll ausgezahlt werden, wenn die Väter länger als zwei Monate zu Hause bleiben, sagte die CDU-Politikerin dem „Spiegel“. „In der nächsten Legislatur wird die Zeit reif sein, die Väterkomponente auszuweiten.“ Wie viele Vätermonate es dann geben soll, ließ sie offen.

Von der Leyen hatte schon die bisherigen Vätermonate gegen heftige Kritik aus den eigenen Reihen durchsetzen müssen. Danach wird das Elterngeld 14 Monate lang gezahlt - aber nur, wenn der auch der andere Elternteil, meist der Vater, sich mindestens zwei Monate um das Kind kümmert.

Mit ihrer Initiative wolle sie den Vätern den Rücken stärken, sagte die Ministerin. Zwei Drittel von ihnen wünschten sich, der Erzieher und nicht nur der Ernährer ihres Kindes zu sein. „Aber 80 Prozent fürchten, dass sie mit Hohn und Spott übergossen werden, wenn sie für ein paar Monate zu Hause bleiben wollen“, erklärte von der Leyen.

Im vergangenen Jahr haben die Geburten in Deutschland nach Berechnungen ihres Ministeriums stark zugenommen. Erstmals seit Jahren sei kein Geburtenrückgang, sondern stattdessen die höchste Geburtenrate seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen. Dies zeige, dass der Weg der Bundesregierung richtig sei.

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