Elterngeld
Weniger Elterngeld für neue Länder

Bei der Höhe des Elterngeldes gibt es große regionale Unterschiede. Während beispielsweise Hessen und Hamburg Spitzenplätze belegen, bekommen Mütter und Väter in den neuen Bundesländern meistens deutlich weniger.

HB WIESBADEN. Laut statistischem Bundesamt beträgt der Elterngeld-Bundesdurchschnitt bei Vätern 973 Euro und bei Müttern 590 Euro. In Süddeutschland sowie in Hessen und Hamburg liege die monatliche Leistung deutlich über dem Bundesdurchschnitt, teilte die Wiesbadener Behörde mit. In den neuen Bundesländern dagegen liege das Elterngeld für Väter und Mütter meist deutlich unter dem Durchschnitt.

Die Höhe des Anfang 2007 eingeführten Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen des Elternteils, der für die Kindererziehung vorübergehend im Beruf aussetzt. Gezahlt werden 67 Prozent des letzten Netto-Gehalts, höchstens jedoch 1800 Euro und mindestens 300 Euro im Monat. Die Leistung erhalten Väter und Mütter für bis zu 14 Monate nach der Geburt eines Kindes. Diesen Zeitraum können sie untereinander aufteilen.

Beim Elterngeld für Väter ergibt sich wegen des unterschiedlichen Lohnniveaus eine besonders große Bandbreite. In Westdeutschland (ohne Berlin) kamen Väter im Schnitt auf monatlich 1023 Euro Elterngeld, in Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anspruch dagegen bei nur 795 Euro. Bei Müttern klafft dagegen kaum eine Schere zwischen Ost (566 Euro) und West (594 Euro). Für die Erhebung untersuchten die Statistiker die Bezüge für die im Jahr 2007 geborenen Kinder.

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