Emnid-Geschäftsführer Schöppner
Demoskop rät SPD zu neuer Strategie

Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl am 18. September haben Union und FDP nach einer Umfrage für das Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL ihre 51-Prozent-Mehrheit in der Wählergunst verteidigt.

HB HAMBURG. Ein theoretisch mögliches Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei würde zusammen 45 Prozent erzielen - sechs Prozentpunkte weniger als eine mögliche schwarz-gelbe Koalition.

In der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag der beiden Medien bekamen Union und FDP unverändert 43 und 8 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt und erreichte erstmals seit Mitte März wieder 30 Prozent. Die Grünen bekamen unverändert 7 Prozent. Die Linkspartei verlor erneut einen Punkt und fiel auf 8 Prozent.

Trotz des hohen Anteils der noch unentschlossenen Wähler gibt es nach Ansicht eines führenden Meinungsforschers kaum noch Spielraum für Wanderbewegungen. Hoffnungen der SPD, noch Unentschlossene für sich gewinnen zu können, seien "großer Quatsch", sagte Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner vom Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Montagausgabe). Die Lager Schwarz-Gelb auf der einen Seite und SPD, Linkspartei und Grüne auf der anderen Seite seien schon "relativ festgezurrt". Auch bei den Unentschlossenen habe die CDU/CSU ein besseres Kompetenzprofil als die SPD.

Chancen auf ein besseres Ergebnis habe die SPD nur, wenn sie sich als Juniorpartner einer großen Koalition präsentiere, meinte Schöppner. "Dann könnte sie den Bürgern sagen: Wählt uns als Korrektiv einer CDU-Wirtschaftspolitik."

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