Emnid-Umfrage
Neuer Aufwind für die FDP

Kurz vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hat die FDP offenbar endgültig das Stimmungstief hinter sich gelassen: Nicht nur in den beiden Wahl-Ländern, sondern auch bundesweit erreicht sie wieder die Fünf-Prozent-Marke. Auf der Verliererseite stehen SPD und Piraten.
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BerlinKurz vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein legt die FDP auch bundesweit in der Wählergunst zu. In einer Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ gewinnen die Liberalen einen Prozentpunkt und erreichen erstmals seit August 2011 wieder die nötige Zustimmung für einen Einzug in den Bundestag. Fünf Prozent der Befragten würden für die FDP stimmen, die zuletzt auch in Umfragen in den beiden Bundesländern zulegte. Die Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen am 6. und 13. Mai gelten als Schicksalstermine für Parteichef Philipp Rösler.

Die Union legt in der Erhebung ebenfalls einen Punkt zu auf 35 Prozent. Die SPD gibt einen Prozentpunkt ab und kommt auf 26 Prozent. Auch die Piraten verlieren einen Prozentpunkt auf elf Prozent. Grüne (13 Prozent) und Linkspartei (7 Prozent) verharren auf dem Wert der Vorwoche. Die sonstigen Parteien landen bei drei Prozent. Für die Umfrage befragte Emnid vom 19. bis 26. April rund 2700 Personen.

Bereits am Freitag war die jüngsten Wahlumfragen aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bekannt geworden, wo die Bürger am 13. beziehungsweise 6. Mai zu den Urnen gerufen sind. Auch dort sind die Liberalen nach langem Stimmungstief wieder im Aufwind: Erstmals seit Monaten nahm die FDP in NRW knapp die Fünf-Prozent-Hürde. Auch im Norden stehen die Liberalen nach neusten Umfragen des ZDF-Politbarometers mit sieben Prozent vor dem Wiedereinzug in den Landtag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte mit Blick auf den Koalitionspartner FDP, die Arbeit auf Bundesebene sei völlig unbeschadet von den Ergebnissen der anstehenden Landtagswahlen. „Wir arbeiten im Bund in der christlich-liberalen Koalition mit der FDP sehr gut zusammen und haben noch einiges vor in dieser Legislaturperiode“, sagte Merkel dem Sender NDR Info.

Die FDP-Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki und Christian Lindner wollen mit zwei Wahlerfolgen auch die Bundespartei stabilisieren. „Ich bin sicher, das kann gelingen“, sagte Lindner bei einem Auftritt mit Kubicki in Kiel.

In NRW liegt die SPD aber weiter deutlich vor der CDU. Wenn an diesem Sonntag gewählt würde, könnten die Sozialdemokraten demnach mit 38 Prozent rechnen, die Christdemokraten mit 32 Prozent. Die Grünen kommen in der Emnid-Umfrage nur noch auf zehn Prozent. Damit liegen sie deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl 2010, als sie 12,1 Prozent erreichten. Die Piratenpartei kommt in der neuen Umfrage auf neun Prozent. Die Meinungsforscher sehen die Linkspartei bei vier Prozent - und damit nicht mehr im Landtag. In einem solchen Fünf-Parteien-Parlament käme Rot-Grün auch mit 48 Prozent auf eine parlamentarische Mehrheit.

In Schleswig-Holstein, wo schon in gut einer Woche gewählt wird, zeichnen sich dagegen noch keine klaren Mehrheitsverhältnisse ab. Würde schon diesen Sonntag gewählt, kämen CDU und SPD auf jeweils 31 Prozent. Die Grünen erhielten 12,5 Prozent, die Piraten neun und die Linke 2,5 Prozent. Der von der Fünf-Prozent-Sperrklausel befreite SSW (Südschleswigscher Wählerverband) erreichte vier Prozent.



Kommentare zu " Emnid-Umfrage: Neuer Aufwind für die FDP"

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  • und das Wahlprogramm der Parteien, die um die 5% sind,zu_beurteilen
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    Würden sie und bitte mal zeigen , das Programm der Piraten !!!

  • Sie haben einen im vergleich relativ langen text geschrieben , inhaltlich allerdings ist außer einigen sehr dummen Bemerkungen nicht viel vorhanden .
    Aber bitte , auch das schadet niemanden , wir lachen ja alle gern !

  • 29.04.2012, 13:47 Uhr Anonymer Benutzer: Morchel
    Jeder bekommt was er hören will , sie wollen sich eben von den sogenannten Sozialdemokraten die Taschen vollhauen lassen .

    Sehen sie sich die fakten an , sie werden feststellen das ein G.Schröder die höchste Arbeitslosenzahl seit 1933 zu verantworten hatte , die umfänglichsten Rüstungsgeschäfte und natürlich einen immer geringer werdenden Sozialhaushalt ,für H4 und Zeitarbeit dürfen sie sich ebenfalls bei rot/grün bedanken !

    Also lassen sie sich weiter Märchen erzählen , sie wollen es ja hören .

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