Empörung in der CDU
Schwarz-Gelb fehlen 745 Stimmen

745 Stimmen haben CDU und FDP bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein nach Angaben von Landeswahlleiter Dietmar Lutz an der Regierungsmehrheit gefehlt.

HB BERLIN/Kiel. "Wenn die FDP 745 Stimmen mehr gehabt hätte durch eine größere Wählermobilisierung, hätte sie das 69. Mandat bekommen und nicht die SPD", sagte Lutz am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dann wäre Schwarz-Gelb auf die nötigen 35 Sitze gekommen. Die Forderung des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle nach erneutem Auszählen der Stimmzettel wies Lutz als unbegründet zurück.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, hat einen Machtwechsel in Kiel noch nicht abgeschrieben. Es wäre ein Katastrophe, wenn die kleinste Partei im Kieler Landtag über die Regierung bestimmen würde, sagte Carstensen am Montag vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin. "Da werden wir eine andere Lösung finden müssen." Ähnlich äußerten sich auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch und sein niedersächsischer Amtskollege Christian Wulff.

Bei der Landtagswahl am Sonntag hat die rot-grüne Koalition unter SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis in Kiel ihre Mehrheit verloren. Sie könnte aber durch Tolerierung des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW) an der Macht bleiben, da CDU und FDP trotz starker Stimmengewinne der CDU die absolute Mehrheit um einen Sitz verpassten. Der als Interessenvertretung der dänischen Minderheit von der Fünf-Prozent-Hürde befreite SSW kam bei der Wahl auf 3,6 % .

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