Ende der CDU-Klausurtagung
CDU hofft auf sozialeres Profil nach Klausurtagung

Die CDU hat mit der Klausurtagung in Mainz mit Familienthemen versucht, ihr soziales Profil in der großen Koalition zu schärfen. In Deutschland müssten „Vorschläge für ein chancengerechtes und kinderfreundliches Land“ erarbeitet werden, sagte die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel zum Abschluss der zweitägigen CDU-Vorstandsklausur am Samstag in Mainz.

HB MAINZ. Dazu gehörten Themen wie frühkindliche Erziehung und Familienförderung. Der CDU-Vorstand setzte eine Kommission unter Leitung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein, die schon im Herbst Ergebnisse vorlegen soll.

Der CDU-Vorstand verabschiedete eine „Mainzer Erklärung“ mit dem Titel „Neue Gerechtigkeit durch mehr Freiheit“ zur Arbeit im Bündnis mit der SPD. Teilnehmer werteten das Papier als Versuch, Felder zu besetzen, die bislang programmatisch eher von der SPD dominiert wurden.

Unmittelbar vor der am Montag beginnenden Klausurtagung des Bundeskabinetts in Genshagen bei Berlin betonte Merkel, dass in der großen Koalition „nicht generell Einigkeit bestehen muss“. Gemeinsame Projekte wie die Haushaltssanierung müssten vertrauensvoll umgesetzt werden. Sie sei überzeugt, dass erfolgreiche Regierungsarbeit die Spielräume schaffe, „die eigene Identität zu schärfen“.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sagte, die Union wolle den Erfolg der großen Koalition auf Bundesebene. Gleichzeitig müsse aber das eigenständige Profil der CDU weiterentwickelt werden. Dabei werde sich die Partei „nicht darauf konzentrieren, was der SPD gefällt“. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff sagte: „Es gibt schon einen Spagat - fairer und verlässlicher Partner in einer großen Koalition zu sein, aber trotzdem gleichzeitig eine Partei mit Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein und Profil.“ Für diesen Spagat wollten alle in der Partei „gute Noten“ bekommen.

Seite 1:

CDU hofft auf sozialeres Profil nach Klausurtagung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%