Ende des Jahres könnte notfalls mehr Personal zur Bearbeitung der Anträge eingestellt werden
Anträge zum Arbeitslosengeld II trudeln so langsam ein

Die Rücksendung der Anträge auf das neue Arbeitslosengeld II liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter deutlich hinter dem Zeitplan zurück, hat sich zuletzt aber beschleunigt.

HB NÜRNBERG. Bis Ende voriger Woche hätten knapp 15 Prozent der rund 2,15 Millionen Bezieher von Arbeitslosenhilfe vollständige Anträge eingereicht, teilte eine Sprecherin der Behörde in Nürnberg am Mittwoch auf Anfrage mit. Die BA hatte ursprünglich erwartet, dass zu diesem Zeitpunkt schon 37 Prozent der Anträge vorlägen.

In der vergangenen Woche seien allerdings deutlich mehr Anträge eingegangen als im Durchschnitt der vorangegangenen Wochen. „Der Rücklauf hat sich erfreulicherweise beschleunigt“, sagte die Sprecherin. Die BA habe inzwischen rund 1,9 Millionen Antragsformulare versandt. Davon seien rund 316 000 vollständig ausgefüllt an die Arbeitsagenturen zurückgesandt worden.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise hatte vorige Woche eingeräumt, dass die Rücksendung der Anträge hinter dem Zeitplan zurückliege. Scheitern könne die fristgerechte Umsetzung der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum 1. Januar 2005 daran jedoch nicht. Angesichts des schleppenden Rücklaufs bereitet sich die BA aber darauf vor, in den Monaten vor Jahresende notfalls mehr Personal zur Bearbeitung der Anträge anzustellen. Dazu will sie gegebenenfalls auch Beamte der Beschäftigungsgesellschaften von Post und Bahn ausleihen.

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