Endgültige Entscheidung steht aber noch aus
Gericht bestätigt Baustopp für Airbus-Landebahn

Das Hamburger Airbus-Werk darf seine Landebahn vorerst nicht um 589 Meter in Richtung Südwesten verlängern.

HB HAMBURG. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigte am Dienstag einen Baustopp, den das Verwaltungsgericht im Juni verhängt hatte. Airbus hatte die Verlängerung beantragt, damit die Frachtversion des Großraum-Jets A380 auf dem Werksflughafen starten und landen kann.

Damit wird zunehmend unwahrscheinlich, dass die Frachtversion des geplanten Großraum-Airbus A380 in Hamburg ausgeliefert wird. Der Flugzeughersteller bedauerte die OVG-Entscheidung und prüft nun seine weiteren rechtlichen und industriepolitischen Schritte, wie die Airbus Deutschland GmbH am Abend mitteilte.

Airbus hatte die Verlängerung beantragt, damit die Frachtversion des Großraum-Jets A380 auch beladen auf dem Werksflughafen starten und landen kann. Die Passagierversion des Großflugzeugs, das im nächsten Jahr zum ersten Mal fliegen soll, ist nicht betroffen.

Das Gericht schützt mit seinem Beschluss die Interessen von zehn Grundeigentümern oder Pächtern, die für die Startbahn-Verlängerung hätten enteignet werden müssen. Enteignungen zu Gunsten eines privaten Wirtschaftsunternehmens seien nur insoweit zulässig, wie das konkrete Vorhaben dem Wohl der Allgemeinheit diene. Vieles spreche dafür, dass die Auslieferung der Airbus-Frachtversion nicht ausreiche, um die Enteignung privater Grundeigentümer zu rechtfertigen, heißt es in der Entscheidung des Gerichts.

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