Endlager-Suche
Atomlobby will Gorleben nicht aufgeben

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, einen Standort für die atomare Endlagerung zu suchen. Den umstrittenen Salzstock Gorleben sieht die deutsche Atomindustrie dabei im Rennen - und sie verweist auf Extrakosten.
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BerlinDie deutsche Atomindustrie gibt den Salzstock Gorleben als möglichen Standort für ein nukleares Endlager noch nicht auf. Das Deutsche Atomforum begrüßte es, dass auch im neuen Suchverfahren Gorleben als potenzieller Standort in der Auswahl bleiben solle, „weil alle bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse nicht gegen diesen Salzstock sprechen“.

Der Lobbyverband wehrte sich in der Stellungnahme gegen neue Kosten durch das Prüfen von Alternativen zum Salzstock Gorleben. In dessen Untersuchung seien bereits über 1,6 Milliarden Euro investiert worden. „Für die Übernahme zusätzlicher Kosten durch die Betreiber infolge alternativer Standorterkundungen vor einer abschließenden Bewertung zur Eignung Gorlebens gibt es nach unserer rechtlichen Auffassung keine Grundlage.“

Der Bund und die Länder hatten sich am Dienstag in Berlin darauf verständigt, eine neue Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu beginnen. Dabei soll kein potenzieller Standort von vornherein ausgeschlossen werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Endlager-Suche: Atomlobby will Gorleben nicht aufgeben"

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  • Ach fein, da liegt es dann bis bis die Eweigkeit bzw. nach Maßgabe der Halbwertzeit - Das ist eine Sch ... idee mit Verlaub.

  • @Ernst
    Wir haben doch bereits Lager. Diese Lager werden halt nicht Endlager, sondern Zwischenlager genannt. An der Funktion der Lagerung ändert sich hier nichts mehr. Hören wir auf mit der politischen Verarsche und belassen das gelagerte da, wo es momentan ist. Bei den Kraftwerken vor Ort. Den Rückbau von Kernkraftwerken können wir uns dann auch sparen. Der Kraftwerksort wird zum Lagerort. So einfach ist das!

  • Was soll das Ganze eigentlich? Die Politiker haben sich darauf geeinigt, daß sie sie einen Arbeitskreis gründen wollen - wenn du nicht mehr weiter weißt, dann .... -

    Bereits jetzt ist klar, daß die Beteiligten keine Lösung suchen, sondern lediglich in diesem Kommissionswitz dafür sorgen wollen, daß keine Lager bei ihnen entstehen soll. Also werden wir auch in dreißig Jahren keine Lager für den Müll haben, sondern lediglich die Auflösung des Arbeitskreises erleben.

    Merke: Politik sucht keine Sachlösung für ein Problem, sondern einen Weg, einem anderen das Problem ans Bein zu kleben.

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