Energie-Agenda 2030
Gabriel drängt Bayern zu neuen Stromtrassen

Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) fordert von der bayerischen Landesregierung die Genehmigung für den Bau neuer Stromtrassen. Bislang gibt der Freistaat kein grünes Licht. Doch mit Gabriels Brandrede wächst der Druck.
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BerlinNach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) drohen in Bayern höhere Strompreise, falls der Freistaat kein grünes Licht für den Bau neuer Stromtrassen gibt. Für den Fall, dass die CSU weiterhin den Bau der Trassen blockiere, „wird es bitter für die bayerische Wirtschaft“, sagte der SPD-Vorsitzende der „Bild am Sonntag“. Denn Strom in Bayern bleibe dann knapp und werde mit dem Abschalten der Atomkraftwerke in den nächsten Jahren noch knapper. „Und alles was knapp ist, wird teuer.“

„Die CSU tut sich schwer damit zu akzeptieren, dass es ohne neue Stromleitungen keine sichere Stromversorgung gibt“, fügte Gabriel hinzu. „Bayern muss sich im Januar endgültig für die beiden geplanten Stromtrassen nach Süden entscheiden.“

Gabriel plädierte zudem für einen umfassenden Umbau des Energiesektors nach Vorbild der Sozialreformen unter Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). „Heute sind es die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in Deutschland schwer machen“, sagte Gabriel. Dahinter stünden aber hunderttausende von Arbeitsplätzen. „Jetzt brauchen wir eine Energie-Agenda 2030.“

Er hoffe, dass die Union dazu den gleichen Mut aufbringe wie die Sozialdemokraten mit den Grünen bei der Agenda 2010. Er wolle dafür sorgen, „dass keine industriellen Arbeitsplätze verloren gehen und die Strompreise nicht weiter steigen“.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Energie-Agenda 2030: Gabriel drängt Bayern zu neuen Stromtrassen"

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  • Diese gemurkste, mit Kompetenzleere gepaarte Energiewende, mit unseriösem Lobbyeinfluss, wird mal enden wie unsere Mülltrennung und Müllverbrennung, siehe Köl'sche-Klüngel vor einigen Jahren !

    Erst wird wie bekloppt und Kopflos (gewollt) investiert, wenige profitieren, dann das erwachen, bei wenigen !

    Eine Mülltrennung wäre heute gar nicht mehr nötig, denn die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer entwickelten ein Trennverfahren, die diese unnötig machen.

    ABER, wir können dieses Verfahren nicht mehr einsetzten, weil wir bereits zuviel investiert haben in dieser gewollten "Mülltrennung" !

    Das wir auch noch Müll aus dem Ausland uns anliefern lassen, damit unsere Verbrennungsanlagen, die vorhersehbar überdimensioniert gebaut wurden, wäre ein Kapitel für sich.

    Aber unsere Nachbarländer setzten diese Trenn-Anlagen dankend ein und können Ihren Bürgern eine preiswerte Alternative zu unserem präsentieren.

    Anfang 2000 hatte der Bürger in NRW an Entsorgungsgebühren von etwa 360 Millionen Euro im Jahr, wegen dieser "Politik", zuviel bezahlen müssen, bis heute !

    Diese "Entwicklung" sehe ich auch hier bei der Energiewende !

    Irgendwann in naher Zukunft gibt es ein Energieverfahren, die besser und kostengünstiger sein wird, aber wir können diese nicht einsetzten, denn wir haben wie bekloppt investiert und unser Land verschandelt, für wenige !

    Ein Armutszeugnis dieser Politik !

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