Energie
Baden-Württembergs Atommeiler bleiben länger am Netz

Das Land Baden-Württemberg will seine Atomkraftwerke länger laufen lassen. Nur zwei Tage nach dem Sieg von Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl hat die Landesregierung in Stuttgart die Weichen dafür gestellt.

HB STUTTGART. Die Meiler in Philippsburg und Neckarwestheim sollen nach dem Willen der Landesregierung so lange am Netz bleiben, „so lange sie sicher sind“, sagte Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Sie ist als Umweltministerin in einer Bundesregierung aus Union und FDP im Gespräch.

Die bisher geltende Begrenzung der Laufzeiten müsse fallen, betonte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Mit den Energieversorgern werde eine bindende Vereinbarung angestrebt, wonach zusätzliche Erlöse zur Hälfte für Erforschung und Einsatz erneuerbarer Energie verwendet werden.

Ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle ist nach Ansicht Gönners in Baden-Württemberg nicht in Sicht. Denn dafür gebe es keine geologisch geeigneten Standorte. 2007 sei die Eignung verschiedener Gesteinsschichten intensiv untersucht worden. Dabei seien zwei Bereiche in den Blick gerückt: eine Tonformation an der Grenze zur Schweiz und eine Gesteinsformation entlang der Schwäbischen Alb zwischen Ulm und Ehingen. „Ich bin außerordentlich gelassen, dass beide Formationen nicht in Betracht kommen“, sagte Gönner.

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