Energie
Neues Energie-Portal der Regierung geht online

Mit einer Website informiert das Bundeswirtschaftsministerium seit heute Verbraucher rund um Energiethemen. Wer viel Wissen tanken will, ist hier richtig. Handelsblatt.com hat sich die neue Internetseite angeschaut.

HB BERLIN. Wer als Verbraucher seinen Strom- oder Gasanbieter wechseln will, kann sich schon seit langem online den günstigsten Versorger heraussuchen. Viele Internet-Portale bieten kostenlose Strom- und Gasrechner an. Verbraucher müssen nur ihre Postleitzahl und ihren Energiebedarf eingeben und gewinnen so einen schnellen Überblick über Energie-Tarife.

Jetzt hat auch die Politik auf den gestiegenen Informationsbedarf bei Energiefragen reagiert. Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) stellte heute auf einer Pressekonferenz ein neues Verbraucherportal seines Ministeriums vor. Auf www.energie-verstehen.de finden sich unter den vier Rubriken Energiemix, Strompreise, Anbieterwechsel und Stromsparen Informationen rund um Energie- und Stromversorgung.

Die Seite bietet viel theoretisches Hintergrundwissen zur Energieerzeugung und zum Energiemarkt in Deutschland. Man kann sich über Argumente zur Kernkraft-Debatte informieren oder nachlesen, warum Kohle-Kraftwerke trotz Klimaschutz weiter betrieben werden. Der Nutzer erfährt auch, dass etwa 40 Prozent des Strompreises allein für Steuern und Abgaben draufgehen. Etwa 30 Prozent des Preises entfallen jeweils auf Energieerzeugung und Netzkosten.

Die Gestalter haben sich eine interessante Lösung einfallen lassen, dem Besucher der Seite einen leichten Einstieg in die komplexe Materie zu verschaffen: Aus dem Seiten-Hintergrund heben sich abwechselnd einzelne, häufig gestellte Fragen hervor, die man bei Interesse mit dem Mauszeiger festhalten kann. Wer wissen will, wie Strom in die Steckdose kommt, wie man auf Preiserhöhungen des Stromanbieters reagieren sollte, oder wer sich einfach nur Tipps zum Stromsparen geben lassen will, kann mit einem Mausklick bequem zur Antwort navigieren.

Die Stärke des Portals liegt eindeutig auf den Hintergrundinformationen. Konkrete Probleme werden dagegen nur angesprochen, nicht gelöst. Etwa bei der Frage, wie man die Stromtarife vergleicht, wird der Nutzer einfach auf diverse Stromrechner im Internet verwiesen. Einzelne Seiten werden nicht genannt, Links zu den Rechnern fehlen ganz. Ziel des neuen Angebots sei es, Aufklärungsarbeit über die Zusammenhänge auf dem Energiemarkt zu leisten, sagte der Wirtschaftsminister zur Eröffnung des Portals.

Wer will, kann sich Broschüren mit weiteren Informationen zu Energie-Themen herunter laden. Außerdem stehen Energie-Gesetze und Verordnungen zum Download bereit. Ein umfangreiches Fach-Glossar von A wie Absorber bis W wie Wirkungsgrad rundet das Angebot ab. Das Portal soll nach und nach mit Informationen zu Gas und Rohöl erweitert werden.

Bei der Präsentation des Energieportals kündigte Glos auch neue, verbraucherfreundliche Vorschriften für Stromrechnungen an. Danach sollen Versorger ab April 2009 in ihren Rechnungen auch den Vorjahresverbrauch mit angeben, Kosten für Zähler und Messungen getrennt ausweisen und Preisänderungen genau aufschlüsseln. Glos will weiter für größere Transparenz auf dem Strommarkt sorgen. Stromanbieter sollen deshalb ihre Kraftwerksdaten künftig auf einer zentralen Internetseite veröffentlichen.

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