Energieberatung
Altmaier will Ehrenamtliche einspannen

Peter Altmaier (CDU) fordert kreative Lösungen zum Thema Energieberatung. Der Umweltminister will ehrenamtliche Berater einspannen und einkommensschwachen Familien bei Investitionen zum Energiesparen helfen.
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BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will mit kostenlosen Energieberatungen den Bürgern dabei helfen, dass ihre Stromrechnungen durch die Energiewende nicht unnötig steigen. Insbesondere einkommensschwache Haushalten und Rentner sollen auf diese Weise unterstützt werden, sagte Altmaier am Donnerstag bei der Vorstellung seines 10-Punkte-Programms bis zur Bundestagswahl 2013. Hier könne über 30 Prozent an Strom gespart werden. „Das wäre eine Möglichkeit, steigende Strompreise auszugleichen“, betonte Altmaier.

Beim geplanten Ausbau der kostenlosen Energieberatung will Umweltminister Peter Altmaier möglicherweise auch ehrenamtliche Kräfte einsetzen. Sozialverbände und Verbraucherschützer leisteten auf diesem Gebiet bereits hervorragende Arbeit, sagte der CDU-Politiker. Aber im Moment sei der Kreis der Berater noch zu eng, nach derzeitigem Stand brauche es „noch hundert Jahre, um alle zu erreichen". Er wolle es schaffen, dass das schneller gehe, sagte Altmaier.

Bisher gibt es bereits unter anderem das Projekt Stromspar-Check, bei dem Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern geschult werden. Sie besuchen Haushalte, installieren dort umsonst Energiesparprodukte, wie Sparlampen und abschaltbare Stecker. In über 100 Städten und Gemeinden sind solche Stromsparhelfer im Einsatz. Bereits 70.000 Haushalte haben von der Aktion profitiert. Altmaier sagte, die Zahl müsse massiv ausgeweitet werden. Womöglich könnten auch Rentner als ehrenamtliche Energieberater gewonnen werden. Zur möglichen Finanzierung der Beratungen äußerte sich Altmaier nicht.

Altmaier mahnte, bei der Umsetzung der Energieberatung könne nicht alles der Bund allein lösen. Auch die Kommunen und Stadtwerke seien gefordert, „sich kreative Lösungen einfallen zu lassen". Dabei geht es um die Frage, was passiert, wenn bei der Energieberatung Energiefresser identifiziert werden, im betroffenen Haushalt aber kein Geld für eine Neuanschaffung vorhanden ist.

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  • Die Energiewende erfordert ein Umdenken im Umgang mit dieser schon heute kaum noch bezahlbaren Energie. Wir haben uns als Hausbesitzer bereits 2008 entschieden unsere damalige Gasheizung, die schon in die Jahre gekommen war gegen eine moderne und angeblich energieeffiziente Heizungsanlage zu tauschen. So prima wie uns der damalige Berater des Herstellers diese Heizung präsentierte, waren wir ganz begeistert von der Technik. Doch noch im selben Jahr begannen die Probleme, die Anlage qualmte doch das Haus blieb kalt. Die Heizung selbst war eingefroren. Doch das war noch lange nicht alles, diese angeblich mit Luft heizende Anlage benötigte immer mehr Energie (19.000 kwh in nur einem Jahr). Hier hörte der Spaß für uns auf und wir ließen die Heizungsanlage abschalten und vom Netz nehmen. Nach langem Hin und Her entschied sich der Hersteller dann, einen Teil der Anlage zurück zu nehmen und uns dafür finanziell den Kauf und die Installation einer neuen Heizungsanlage zu ermöglichen. Eine moderne Steinkohlenheizung, die auch mit Holzpellet und anderen festen Brennstoffen beheizbar ist. Das ist für unser Haus und unsere finanziellen Verhältnisse die einzige bezahlbare Lösung.

    Warum ich Ihnen lieber interessierte Leser das hier schreibe ist ganz einfach mein Wunsch für alle Hausbesitzer, die vor dem Problem Heizung stehen, lassen Sie sich von einem von der Kfw bzw.BAFA zugelassenen und gelisteten Energieberater und Sachverständigen beraten. Nicht am Telefon und auch nicht durch das Zusenden von Infobroschüren, nein vor Ort und noch etwas, lassen Sie sich von ihm oder ihr schriftlich geben, wie hoch Ihre Energiekosten dann sein werden. Ich habe nämlich gelesen, dass eine Falschberatung Schadenersatzpflichtig werden kann, wenn man diese nachweisen kann. Also eine Heizung muss zum Haus passen und Ihren Ansprüchen gerecht werden. Jede Investition muss sich rechnen oder haben Sie Geld zu verschenken.

  • Das Ausland belächelt diese dummen deutschen , da haben sie die sichersten Atomkraftwerke der Welt und die schalten sie ab , weil sie befürchten ein Tsunami könnte im hügligen Süddeutschland eine Kernschmelze einleiten .
    Nun haben sie nicht mehr in ausreichender Menge Strom ,um die deutschen ,die sowieso eher viel Strom verbrauchen, sicher zu allen Zeiten in bester Qualität damit zu versorgen .
    Klar das Energie teurer werden muss , die Nachfrage übersteigt das Angebot , das aber haben alle gewusst bevor sie auf die Straße gegangen sind um "abschalten sofort" zu brüllen und nun beschweren sie sich über die Energiepreise !

    Es ist wie im Kindergarten ! Schalten sie weitere Kernkraftwerke ab , müssen sie mit Energiepreisen rechnen die die große Mehrheit zumindest mit heutigen "Verbrauchsgewohnheiten " nicht mehr bezahlen kann !
    Naja, wir (das Ausland ) sind ja da,wir bauen neue anlagen (Kernkrafttechnischer art) und werden ihnen den als "grünen Strom" zu entsprechenden preisen verkaufen , Rabatte dürfen sie allerdings nicht erwarten !

  • Grüne Aktivisten würden gute "Energieberater" abgeben. Analog der Blockwarte überprüft der grüne Aktivist ob irgendwelche Oekobanausen Glühbirnen, oder Heizlüfter im Einsatz haben.

    Vandale

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