Energiekonzept
CDU knüpft längere AKW-Laufzeiten an Preisdämpfung

Der CDU-Umweltexperte Peter Paziorek will im Falle eines Wahlsiegs längere Laufzeiten für Atomkraftwerke durchsetzen. Allerdings knüpft er sein Versprechen an eine Bedingung, die den Verbrauchern zu Gute kommen soll.

HB BERLIN. "Im Rahmen eines Energiekonzeptes ist eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke nur möglich, wenn umgekehrt klar ist, dass die Strompreise für die Industrie unter Kontrolle gebracht werden", sagte Paziorek der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit Blick auf die zuletzt stark gestiegenen Strompreise.

Dies könne im Rahmen einer Selbstverpflichtung der Energieversorger geschehen. Der Verzicht auf Preiserhöhungen wäre dann die Gegenleistung für die Laufzeitverlängerung. Paziorek sprach von etwa acht Jahren gegenüber den Vereinbarungen im rot-grünen Atomkonsens. Dieser sah die Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks um das Jahr 2020 vor.

Nach Pazioreks Worten würde eine Laufzeitverlängerung für die Versorger einen Bilanzgewinn von rund 25 Milliarden Euro bedeuten. Die Atomkraft müsse in ein Energiekonzept insgesamt eingebunden werden. "Dabei muss deutlich werden, dass die Verlängerung zu einer Brücke wird zu einer Energiestruktur, die sich mittel- und langfristig aus der Kernenergie zurückzieht", betonte er.

Zugleich solle Ökostrom weiter gefördert werden. Für das Jahr 2010 werde wie unter der jetzigen Regierung ein Anteil von 12,5 Prozent an der Stromerzeugung angestrebt, sagte Paziorek. Derzeit seien es bereits knapp zehn Prozent. Auch später müsse es noch eine Förderung für Strom aus Wind, Wasser oder Sonne geben.

Die hohe Förderung von Solarstrom, die einen Boom bei Herstellern von Sonnenkollektoren ausgelöst hat, verteidigte der Umweltexperte. Sie müsse fortgesetzt werden, da Solarenergie ein großer Exportschlager werden dürfte. Das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) werde aber unter einer Unionsregierung verändert werden, kündigte Paziorek an.

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