FDP-Chef Rösler fordert radikale EEG-Reform

Energiepolitik
FDP-Chef Rösler fordert radikale EEG-Reform

Streitpunkt Energiepolitik: FDP-Chef und Wirtschaftsminister Rösler will die Förderung der erneuerbaren Stromquellen überarbeiten. Mit seinen Forderungen setzt er sich vom Koalitionspartner ab.
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BerlinDie FDP grenzt sich in der Energiepolitik vom Koalitionspartner ab. „Die Union erklärt, sie wolle das Erneuerbare-Energien-Gesetz weiterentwickeln. Das ist mir zu wenig“, sagte FDP-Chef Philipp Rösler (FDP) dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Es reicht nicht, an ein paar Stellschrauben zu drehen. Wir brauchen eine grundlegende EEG-Reform“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Die Liberalen seien in dieser Frage allen anderen Parteien voraus und hätten als einzige konkrete Reformvorschläge vorgelegt, sagte der FDP-Chef.

Rösler propagiert ein Mengenmodell: „Die Politik gibt den Energieversorgern jährlich ansteigende Mengen Strom vor, die sie aus erneuerbaren Quellen beziehen müssen. Wo sie diesen Strom einkaufen, bleibt den Unternehmen überlassen“, schlug Rösler vor. Die Versorger würden so aus eigenem Antrieb den günstigsten Strom aus erneuerbaren Quellen einkaufen. „Für die Kunden der Versorger, egal ob Privathaushalte oder Unternehmen, wird das zu erheblichen Kostenvorteilen führen“, sagte Rösler.

Außerdem müsse es eine verpflichtende Direktvermarktung von Ökostrom geben. „Das derzeitige Marktprämienmodell des EEG erlaubt jederzeit die Rückkehr in das System fester Einspeisevergütungen. Das muss sich ändern“, forderte Rösler. Die Direktvermarktung müsse für Neuanlagen Pflicht werden. Damit bestehe ein echter Anreiz, den Strom dann ins Netz einzuspeisen, wenn wirklich Nachfrage bestehe. „Die Erzeuger würden sich zwangsläufig über Speichermöglichkeiten Gedanken machen und alle Instrumente des Marktes nutzen, um ihr Angebot besser auf die Nachfrage einzustellen.“

Kommentare zu "FDP-Chef Rösler fordert radikale EEG-Reform"

Alle Kommentare
  • Fipsi - zu spät

    https://www.youtube.com/watch?v=xN647Liiue8

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    金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金金

    - der kleine hat immer noch nicht kapiert, daß er eigentlich der Wirtschaftsminister ist und die Energiewende ( sowieso gescheitert ) in seinem Verantwortungsbereich liegt.

    Er hat nichts zu fordern, er hatte Zeit zu gestalten, die er nutzlos abgesessen hat ( als Diätenreiter ) !

    +++ Kommentar von der Redaktion editiert. Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette und bleiben Sie sachlich: http://www.handelsblatt.com/netiquette/ +++

  • tja, ... eine woche vor der Wahl ?
    Es wären vier Jahre Zeit gewesen.

    ich erinnerer an das "mehr netto vom brutto"

  • war Rösler nicht bisher Wirtschaftsminister...hätte er doch handeln können..

  • Nach 2 1/2 als Wirtschaftsminister fällt Rösler vor der Wahl "die Lösung" des EEG-Problems ein.

    Die Ursache des EEG-Problems ist vielleicht gerade Schwarz-Gelb.

  • Hastig noch ein Thema ausgegraben was??
    Vier Jahre Regierungszeit, da hätte sich einiges bewerkstelligen lassen!!!

    Wie ist denn das mit den Atomstromgiganten???
    Wer hat die all die Jahre mit Subventionen vollgepumpt????
    Wer bitte zahlt die Endlagerung der Uranabfälle???????

    Wäre schlau uns Bürger darüber aufzuklären und nicht vom Thema ablenken und die Erneuerbaren anprangern.
    Konzept???? Fehlanzeige!!!!! Netzausbau???? Fehlanzeige!!

    Bekanntlich wird auch nach wie vor Urananreicherung in Deutschland betrieben und in alle Welt verschickt!
    Das Zeug liegt einfach offen auf dem Gelände der Firmen!

    Wie wäre es sich da mal um das Wohl der Menschen in der Umgebung zu kümmern?
    Ach so, Menschen haben da keine Lobby, aha nur Unternehmen, klaro ist eben FDP!

    Hab heute gewählt und ganz bestimmt nicht die FDP!!!!!

  • Kehrt die Kindergarten-Partei unter den Teppich .. und gut is' ! Reine Sabbelei aus der Rösler-Krabbelgruppe.

  • Ich denke, wir können Ihn davon erlösen ... sich als Minister künftig mit diesem Problem beschäftigen zu müssen.

    Seine Partei kann das EEG Problem aus der außer-parlamentarischen Opposition verfolgen.

  • Rösler hält auch die PKV und Rechnungen vom Arzt, die man bei der GKV einreichen und um die Erstattung selber betteln/kämpfen muss für billiger und einen Fortschritt für die Versicherten.

    Rösler hat übrigens ohne die aller geringsten Skrupel die Offshore Windkraft samt aberwitzigen EEG Vergütungssätzen plus (praktisch) unbegrenzte Haftung der Stromkunden für Verzögerungen beim Netzanschluss schnell und geräuschlos durchgewunken.

    Die lächerliche Behauptung, das Quotenmodell käme günstiger (bei gleichem Ausbaugrad), wurde schon dutzende Male rund um den Globus widerlegt. Es wird nur noch teurer...(Ja, das geht !)...

    Um was geht es Rösler also wirklich ?
    Ganz einfach: Um die Bedienung der Wünsche seiner Wählerklientel, z.B. Ärzte , Apotheker und in diesem Fall der alteingesessenen Stromkonzerne.
    Die F.D.P. ist gut für diese Leute/Organisationen aber den "kleinen" Rest der Bevölkerung lässt die Röslertruppe ungerührt (aus)bluten.
    Und dabei tritt sie sogar noch, ganz nebenbei, die primitivsten Regeln von Liberalität und Marktwirtschaft mit Füßen. Selbst so eine in der Wolle (rot) gefärbte Commiebraut wie Sahra Wagenknecht hat mittlerweile mehr ökonomischen Sachverstand und folgt mehr marktwirtschaftlichen Überlegungen als alle F.D.P. Mitglieder zusammen.
    Die F.D.P. ist keine Partei mehr sondern ein als Partei organisierter (und getarnter) Schandfleck für jeden halbwegs intelligenten und ehrlichen Menschen.

  • Wenn der unfähige Rösler etwas fordert, dann heisst das übersetzt: Mich hat die Stromlobby angerufen- sie möchten noch mehr verdienen und die Bürger noch schamloser abzocken. 3 Minuten später wird "eine Spende" auf dem FDP-Konto" gutgeschrieben. Dann geht Rösler vor die Presse...

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