Energiepolitik Kretschmer will an Braunkohle festhalten

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat vor einem übereilten Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Er will aus ökonomischen Gründen daran festhalten. Der Braunkohleausstieg wird Thema der Sondierungsgespräche sein.
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Ein Brauntagekohlebau unweit der Ortschaft Peitz in Brandenburg. Quelle: dpa
Braunkohletagebau

Ein Brauntagekohlebau unweit der Ortschaft Peitz in Brandenburg.

(Foto: dpa)

Berlin
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will noch mindestens 30 Jahre an der Braunkohlenutzung festhalten. „Wir können als Industrieland Bundesrepublik Deutschland nicht auf diesen heimischen Energieträger verzichten“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. „Die Regionen brauchen eine Perspektive von mindestens 30 Jahren, um einen Strukturwandel anfangen zu können“, sagte Kretschmer, der Mitte Dezember zum Ministerpräsidenten gewählt worden war. Am Rande der Sondierungen von CDU, CSU und SPD forderte er eine Milliarde Euro vom Bund, damit dieser Wandel beginnen könne. Kretschmer warnte zudem vor Festlegungen auf ein Ausstiegsdatum. „Es gehört sich nicht, da Pläne zu machen von politischer Seite“, sagte er. In der Vergangenheit seien solche Festlegungen oft gescheitert. „Entscheidend ist, was wirtschaftlich und ökonomisch geht“, sagte Kretschmer.

Auch andere Ministerpräsidenten aus Braunkohle-Abbauländern wie Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt plädieren für eine längere Nutzung der Braunkohle, deren Nutzung Umweltschützer wegen einer hohen Produktion von Treibhausgasen kritisieren. Bei den gescheiterten Jamaika-Sondierungen hatten CDU, CSU, Grüne und FDP über einen schnelleren Kohleausstieg gestritten. Die Mitarbeiter der Braunkohle-Firmen, die Gewerkschaften und die Menschen in den betroffenen Gebieten seien über die Debatte „entsetzt“ gewesen, sagte Kretschmer.

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