"Nein tanke. Der Irrsinn mit dem Biosprit" tönt es bei "Bild". Die Nebenbotschaft: Autofahrer, Verbraucher, lasst euch die Diktatur der "Ökos" nicht länger gefallen. Populismus pur. Das "Handelsblatt" sieht einen "Aufstand der Verbraucher. Biosprit, Dosenpfand, Glühbirne: … Verordneter Umweltaktivismus hat keine Chance mehr."
Der Umweltschutz darf nicht zum Buhmann gemacht werden. Den Ärger von Autofahrern über E10 verstehe ich gut. Da sind ja auch dicke Fehler gemacht worden. Die hat der Benzingipfel gestern nicht ausgeräumt. Doch den Ökos die Schuld zu geben ist ungerecht und hochgefährlich.
Warum ungerecht? Nun, die Ökos wollen E10 überhaupt nicht. Gegen die zehn Prozent Beimischung haben Umweltschützer von vornherein protestiert. Die Konkurrenz zu essbaren Feldfrüchten, Unklarheiten über die Netto-Klimawirkung und die ökologische Verödung durch Spritplantagen waren zentrale Gegengründe. Das haben auch Beratungsgremien der Bundesregierung schon früh gesagt.
Doch Brüssel und Berlin haben Fakten geschaffen, ohne die Proteste und Warnungen zu beherzigen, weil in Brüssel viel eher die Agrarpolitiker das Sagen haben als die Umweltschützer. Für Landwirte war Biosprit die große Verheißung. Und bei den Brüsseler Haushältern keimte die Hoffnung, die Agrarsubventionen ohne Schaden für die Landwirte senken zu können.
Umweltschützer sprechen nicht mehr von Bio-, sondern von Agrarsprit. Sie sind sauer über die sich krebsartig ausdehnenden Mais- und Rapsplantagen in Deutschlands einst so abwechslungsreichen Fluren. Plantagenwirtschaft ist nicht Schutz, sondern Kampf gegen die Umwelt. Die Umweltschützerbeschimpfung ist nicht nur ungerecht, sondern auch hochgefährlich. Beim Klimaschutz drängt die Zeit. Vielerorts spielt schon das Wetter verrückt. Die Artenvielfalt schrumpft. Jede Stunde rotten wir Menschen ein oder zwei Tier- oder Pflanzenarten aus. Plantagen gehören zu den größten Feinden der Natur! Öl wird knapp und Wasser, Phosphat und manche Metalle. In dieser Lage den Zorn der Autofahrer und auch der Bierdosen- und Glühbirnen-Liebhaber gegen die "Umweltbürokratie" zu mobilisieren ist ganz daneben.
Der Vorschlag geht in die richtige Richtung. Wenn man weiß, daß der Preis für ein Gut durch Knappheit kontinuierlich steigt, wird man durch Einsparungen bzw. durch Investitionen (mit der Folge von Einsparungen) aktiv werden. Ob diese Entwicklung durch direkte staatliche Eingriffe (Preisfestsetzungen) oder besser durch schrittweise erfolgende Steuererhöhungen beschleunigt wird müsste bald entschieden werden. Je mehr Marktbestandteile bei der Umsetzung des Zieles, desto besser.
Das ist richtig. Weizsäcker liegt mit der Einrechnung der offiziellen Verbräuche der neuesten Flotten total daneben. Da wäre ein gewichteter Realflottenverbrauch wesentlich aussagekräftiger und der Druck würde bei weitem geringer ausfallen. So wie bei den Arbeitskräften eben nicht der neueste Produktionsrekord der Stachanowki, sondern die Ø-Leistung eingeht.
Außerdem optimieren die Hersteller die Verbräuche nicht in Bezug auf den realen Einsatz, sondern in Bezug auf den Testzyklus. Das weitere kann man leicht an den Testberichten der letzten 10 Jahre ablesen.
Außer: die Verbrauchscomputer in den Autos zeigen immer weniger an (mit jedem Baujahr), egal was die Möhren real schlucken. In der zutreffenden Annahme, das die meisten Verbraucher eh zu faul oder blöd sind, das mal nachzuhalten… an meinem 12 Jahre alten Auto geht der Compi noch 0,5l oder 8,5% vor… Jedes Jahr, die der weiter fährt, werden die Ressourcen einer Neuproduktion gespart und die Arbeitskräfte dafür natürlich auch.
Deshalb sind die Politruks für die ganze blöde Spiegelfechterei: Negawatts kosten erst mal Arbeitsplätze und damit Stimmen…
Ganz einfach: Ich tanke Super Plus und für meinen Diesel das Bessere Diesel (V-Diesel u.ä.) Dazu Fülle ich in den Tank Liquy Moly Super Diesel Additiv. Der Verbrauch ist etwas geringer,und damit kaum teurer als mit Bi.
Die Sicherheit ist ja auch was wert.
Schon seit 40 Jahren bekommt das Öl ein Öl Additim von LM
MOS2. Damit muß ich mir mit den Lügen der Regierung und der Autohersteller keine Sorgen Machen.
Die Jahres - Mehrkosten sind etwa 20 €
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