Energieversorgung
Altmaier spinnt Strom-„Sicherheitsnetz“

Der Bundesumweltminister will ein Konzept für eine strategische Strom-Reserve erarbeiten lassen. Dies soll drohenden Engpässen vorbeugen. Damit setzt Altmaier allerdings auch einen Kabinettskollegen unter Druck.
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BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) geht mit eigenen Plänen für eine strategische Reserve zur Sicherstellung der Stromversorgung in die Offensive. Damit setzt er Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) unter Zugzwang, in dessen Zuständigkeit das Thema fällt.

Altmaier hat einen „Fachdialog strategische Reserve“ initiiert, an dem sich neben dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und dem Bundesverband Erneuerbare Energie eine Reihe von Fachleuten beteiligt haben. Die Empfehlung des Kreises: Es müssen zusätzlich zu den Kapazitäten am Strommarkt Kraftwerkskapazitäten als Reserve zur Verfügung stehen, um die Versorgungssicherheit zu höhen. „Zum Einsatz kommen die Kapazitäten der strategischen Reserve nur in den Situationen, in denen an der Strombörse keine Deckung der Nachfrage möglich wäre“, heißt es in einem Konzept des Dialogkreises, das dem Handelsblatt vorliegt.

„Die strategische Reserve stellt effektiv Versorgungssicherheit her, stellt geringe Anforderungen an die Regulierung, bewahrt die Funktionsfähigkeit des Strommarkts, hat relativ geringe Kosten und ist in hohem Maße mit dem EU-Binnenmarkt kompatibel“, heißt es weiter. Sie sei das „Sicherheitsnetz für den Strommarkt“.

Das Problem wegbrechender Kraftwerkskapazitäten ist bislang nur rudimentär gelöst: Die Bundesnetzagentur hat 2011 eine Reihe stillgelegter Kraftwerke reaktiviert, die in Engpass-Situationen zugeschaltet werden („Kaltreserve“). In einem zweiten Schritt sollen durch die „Winterverordnung“, die noch in der ersten Jahreshälfte in Kraft treten soll, zusätzliche Reservekraftwerke vertraglich gebunden werden. Außerdem sollen Betreiber daran gehindert werden können, Anlagen stillzulegen. Viele Betreiber erwägen dies, da sie ihre Kraftwerke wegen sinkender Auslastung nicht rentabel betreiben können. Hauptgrund ist die steigende Einspeisung erneuerbarer Energien.

Kaltreserve und Winterverordnung sind nur Übergangslösungen. Das Wirtschaftsressort sucht nach Wegen, die Versorgungssicherheit mit marktnahen Lösungen zu gewährleisten. Die strategische Reserve ist dabei eine Optionen. Aber auch Kapazitätsmärkte werden erwogen.

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Vor wenigen Tagen habe ich von Frau Künast gelernt, dass der € ein „Politisches Projekt“ ist. Aus diesem Grunde gelten auch die normalen Marktgesetze für den € nicht und der € wird deswegen auch erfolgreich sein.

    Warum wird die Energiewende nicht auch zum „Politischen Projekt“ erklärt. Der Bundestag braucht dann nur noch zu beschließen, dass Sonne und Wind 24/7 verfügbar sind.

    Schon sind alle Probleme gelöst, und Energiereservegedanken reine Verschwendung von geistigen Kapazitäten.

  • Also ich finde, Herr Altmaier sollte sich ein Beispiel nehmen an den Bürgern von Schilda. Die haben bekanntlich das Sonnenlicht draußen in Eimern eingefangen und in ihr fensterloses Rathaus getragen. So etwas müsste doch auch mit Strom möglich sein.

  • Mit diesem Schritt wird die Energieerzeugung und Versorgung in Deuschland zum teuren und unbezahlbaren staatlichen Planspiel!
    Schafft endlich dieses grünsozialistische Zwangs-EEG ab und kehrt zum bezahlbaren und versorgungssicheren Marktwirtschaft zurück!!!
    DAS EEG ist und bleibt ein sozialistisches WOHLSTANDS-VERNICHTUNGSGESETZ!!!!
    Die DDR ist an diesen sozialen dikatur Gedankengut einer staatlichen Planwirtschaft gescheitert! Und genauso ist das jetzt mit dieser diktierten Energiewende per EEG!
    Damit verabschiedet sich Deutschland von der freien Marktwirtschaft und damit von der Freiheit im Wettbewerb zu entscheiden, welche Energieform die beste für den Bürger und damit für das Volk ist.
    EEG = Das Diktat in eine neue Mangelwirtschaft ala DDR!!!

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