Energiewende
Chef der Bundesnetzagentur verteidigt EEG-Reform

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, verteidigt die umstrittene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Er sieht „die Chance, den Strompreisanstieg zu bremsen“. Die Energiewende werde nicht ausgebremst.
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PassauDer Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat die umstrittene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verteidigt. Die Novelle biete „die Chance, den Strompreisanstieg zu bremsen“, auch wenn es dafür keine Garantie gebe, sagte Homann der „Passauer Neuen Presse“ vom Montag. Der Vorwurf der Opposition, die Energiewende werde ausgebremst, treffe nicht zu.

Homann lobte auch die neue Regelung, wonach Betriebe für ihren selbst produzierten und verbrauchten Strom künftig EEG-Umlage zahlen müssen. „Eigenstromerzeugung, die alleine dazu dient, Umlagen zu sparen, die dann von Dritten zusätzlich zu tragen sind“, sollte nicht begünstigt werden, sagte er. Der allein durch die bisherige Entlastung von der EEG-Umlage motivierte „Trend zur Eigenstromversorgung“ sei zudem auch unter dem Aspekt der zuverlässigen Stromversorgung „fragwürdig“.

Mit Blick auf den andauernden Konflikt zwischen Deutschland und der EU-Kommission in Sachen EEG zeigte sich Homann zuversichtlich. Er glaube nicht, dass die Reform am Widerstand aus Brüssel scheitern werde. „Am Ende ist es noch immer gelungen, Kompromisse zu finden zwischen europäischen Vorgaben und nationalen Interessen“, sagte der Behördenchef.

Die EEG-Reform war am Freitag im Bundestag beschlossen worden. Während Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Novelle als „dringend nötig“ verteidigte, warf die Opposition ihm vor, die Erneuerbaren Energien auszubremsen und die Verbraucher über Gebühr zu belasten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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