Energiewende: Grüne legen Konzept für EEG-Reform vor

Energiewende
Grüne legen Konzept für EEG-Reform vor

Im Bundestag können die Grünen als kleinste Oppositionsfraktion wenig bewegen, sie spekulieren auf ihre Macht im Bundesrat. Nun hat die Partei der Bundesregierung eine Zusammenarbeit bei der Energiewende angeboten.
  • 31

BerlinMit einem eigenen Vorschlag für eine klimafreundliche Gestaltung der Energiewende haben sich die Grünen am Freitag in Berlin in die Debatte über die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eingeschaltet. In dem gemeinsamen Konzept fordern Parteispitze und Bundestagsfraktion gemeinsam mit den sieben grünen Landesumwelt- oder Energieministern, den Ausbau erneuerbarer Energien kosteneffizient weiterzuführen und den Anteil von Ökostrom bis 2020 zu verdoppeln.

Unterdessen drückt auch die Regierung bei der EEG-Reform aufs Tempo. Die Pläne von Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) sollen kommende Woche auf der Kabinettsklausur in Meseberg zur Sprache kommen, wie sein Ministerium bestätigte.

Der grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel bezeichnete das Bund-Länder-Konzept seiner Partei als „ein Angebot“ an die Bundesregierung, sich „an einen Tisch zu setzen“ und einen „größtmöglichen Konsens“ für die EEG-Reform zu suchen. „Wir sind bereit, Verantwortung für die Gestaltung der Energiewende zu übernehmen“, sagte Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter.

Insgesamt sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz zwar nicht zustimmungspflichtig, sagte Remmel. Wichtige Elemente wie etwa die Industrie-Rabatte müssten jedoch durchaus durch die Länderkammer gebilligt werden. Daher sei jede Bundesregierung gut beraten, den größtmöglichen Konsens zu suchen.

Dabei gehe es auch um eine einheitliche deutsche Position zur der Kritik der EU-Kommission an den Ausnahmen für Unternehmen von der Ökostromumlage, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke. Auch die Grünen wollen diese Industrierabatte abbauen, um Verbraucher beim Strompreis zu entlasten. Die Rede war von einer Größenordnung von einem Cent pro Kilowattstunde Strom oder vier bis 4,5 Milliarden Euro.

Seite 1:

Grüne legen Konzept für EEG-Reform vor

Seite 2:

„Entrümpelung“ des EEG

Kommentare zu " Energiewende: Grüne legen Konzept für EEG-Reform vor"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Diese irren Grünen Spinner sind Diejenigen, die den hohen Strompreis zu verantworten haben. Jetzt sprechen sie sich für eine Entrümpelung des EEG aus. Sie waren es doch die diesen Blödsinn mit zu verantworten haben. Das kleine Deutschland wird mit der grünen Klimapolitik nicht den Erdball retten.

  • Es kostet nicht viel??? Sehen Sie sich mal die grünen Strompreise an!!! Die EEG-Umlage und andere Risikoumlagen!!! Das ist ja wahnsinnig!!! Damals haben die Grünen argumentiert: "Sonne und Wind sind kostenlos!" Eine Abzockindustrie ist daraus geworden! Alles zu Lasten der privaten Bürger. Die grünen Spinner mit ihren sinnlosen Bevormundungen müssen verschwinden, wie die FDP!

  • Gut kommentiert! Ich bin schon einen Schritt weiter: Ich wechsle jährlich den Stromanbieter und achte darauf, dass er möglichst wenig regenerative Energie einspeist, denn dann wirds billiger! Der EEG-Wahnsinn der Grünen hat mich dahin getrieben. Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzigste.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%