Energiewende
Hochsaison der Atom-Lobbyisten

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Doch ehe das Parlament der Energiewende zustimmt, arbeiten die Lobbyisten der Energiekonzerne fieberhaft an Detailänderungen.
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BerlinFür Jürgen Großmann gibt es im Moment nicht viel zu feiern. Der RWE-Vorstandschef gehört zu den Verlierern der energiepolitischen Kehrtwende der Bundesregierung. Seinen Unmut über das abrupte Ende der Atomkraft in Deutschland hat der Manager erst zu Beginn der Woche in einem Brief an die Kanzlerin kundgetan.

Dennoch lässt Großmann sich nicht die Stimmung vermiesen. Donnerstagabend lädt er zum RWE-Sommerfest ins "Haus der Kulturen der Welt" im Berliner Tiergarten. Das Haus hieß früher einmal "Kongresshalle", die Berliner nennen es noch heute "Schwangere Auster". Vom Kanzleramt ist das Gebäude nur durch die Spree getrennt. Angela Merkel könnte bei geöffnetem Bürofenster die Musik vom RWE-Empfang hören.

Die Feier im Schatten des Berliner Machtzentrums soll Gelegenheit bieten, "für einen Abend abzutauchen aus dem politischen und beruflichen Alltag", schreibt Großmann in seiner Einladung. In der Praxis wird das anders aussehen. Gezielt bringt der Konzernchef Abgeordnete, Minister und Staatssekretäre mit Vertretern seines Unternehmens und der Energieverbände zusammen. In der entspannten Atmosphäre eines Sommerfestes lässt sich vielleicht noch das eine oder andere Detail klären.

Zumindest kann man noch ein weiteres Gespräch im Büro der Abgeordneten vereinbaren, um die allerschlimmsten Formulierungen in den Atomausstiegsgesetzen noch einmal zu diskutieren. Weil das Energiepaket in großer Eile zusammengestellt wurde und die Anhörungsfristen für die Verbände extrem knapp bemessen waren, besteht aus Sicht der Unternehmen und Verbände an vielen Stellen Nachbesserungsbedarf.

Kommentare zu " Energiewende : Hochsaison der Atom-Lobbyisten"

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  • Überall Lobbyisten , im Eigenen Volk , die Nachbarn im Westen,Süden,Osten und sogar im Norden alles Lobbyisten !

    Wie war das noch gleich mit dem Falschfahrer ?
    Einer ? Nein Tausende !

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