Energiewende Scholz spart sich das Geld für energetische Gebäudesanierung – „Ein Armutszeugnis“

Die von der GroKo vereinbarte steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung steht nun doch nicht im Haushaltsentwurf. Das sorgt für Enttäuschung.
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Die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor gilt als ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele. Quelle: dpa
Wärmedämmung an einer Fassade

Die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor gilt als ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele.

(Foto: dpa)

BerlinDer Koalitionsvertrag lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig: „Wir wollen die energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern. Dabei werden wir für die Antragsteller ein Wahlrecht zwischen einer Zuschussförderung und einer Reduzierung des zu versteuernden Einkommens vorsehen“, heißt es dort.

Und in der zusammenfassenden Aufstellung der „Prioritären Ausgaben“ im Kapitel „Finanzen und Steuern“ des Vertrages ist das Thema ebenfalls aufgeführt.

Doch den Finanzminister schert das nicht. In seinem Haushaltsentwurf für 2019 ist der Punkt nicht mehr berücksichtigt.

„Es ist ein Armutszeugnis, wenn die Bundesregierung ein so wichtiges Energiewendevorhaben gleich wieder aufgibt. Wir hoffen, der Bundestag schreitet hier vehement ein“, sagte Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. (Deneff), dem Handelsblatt. In der Deneff haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, die das Thema Energieeffizienz vorantreiben, darunter Bosch, Danfoss und Rockwool.

Die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor gilt als ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele. Allerdings schreitet die energetische Sanierung von Gebäuden nicht so schnell voran wie von der Politik erhofft. Die Sanierungsrate liegt bei lediglich rund einem Prozent pro Jahr und müsste mindestens verdoppelt werden.

Steuerliche Anreize sollen dazu beitragen, die Sanierungsrate zu erhöhen. Seit Jahren bemüht sich die Politik auf Bundesebene, die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen zu verbessern. Die entsprechenden Bestrebungen sind in der Vergangenheit jedoch immer wieder am Widerstand der Länder gescheitert, weil diese Steuerausfälle befürchten. Dennoch hatte sich die neue Große Koalition das Ziel gesetzt, nach Lösungen zu suchen.

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5 Kommentare zu "Energiewende: Scholz spart sich das Geld für energetische Gebäudesanierung – „Ein Armutszeugnis“"

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  • Die CO2-Ziele, die sich Deutschland gesetzt hat, werden ohne energetische Gebäudesanierung nicht erreicht. Insofern hat die Bundesregierung alle Hausbesitzer aus der Verantwortung entlassen!!! Gute Nachricht! - Das man diese Förderung seitens der Politik mindestens in Aussicht gestellt, vielleicht sogar "versprochen" hat, sie nun aber einfach so fallen lässt, zeigt nur, daß man den Berufspolitikern keinesfalls trauen darf.

  • Sie haben aber wirklich keine Ahnung, Herr Spiegel.

    Wofür gibt es denn Fenster und Türen? Feuchtigkeit wird am besten entsorgt, indem man gut heizt (dann nimmt die Luft die meiste Feuchtigkeit auf) und dann die Fenster aufreisst.

    Dann werden die Wände nur naß, wenn es brennt und die Feuerwehr mit Wasser löscht :).

  • Auf den Bild klebt doch einer Styropor-Platten an die Wand, das brennt doch und entwickelt Salzsäure. Mal ganz abgesehen, daß die Leute wie in einer Plastiktüte leben und Schimmel aufkommt. Mir scheint hier ist der gefährliche Öko-Schwachsinn am Werk. Das ist doch alles Sondermüll, am Besten zündet man das Haus an, wegen der Entsorgungskosten für diese Platten. Wo geht eigentlich das Wasser hin, das sonst über die Wand nach außen geht. ? Kann es sein, daß die ganzen Wände nass werden ?

  • Die energetische Gebäudesanierung ist technisch machbar, aber wirtschaftlich nicht sinnvoll. Da helfen auch keine steuerlichen Anreize.
    Also, entweder die Industrie macht effizientere Angebote oder das Thema wird beerdigt, wie jetzt im Haushaltsentwurf 2019 geschehen.

  • Die "energetische Gebäudesanierung" ist der Saga vom Klimawandel/Klimaschwindel geschuldet. Daraus ist die ENEV erwachsen die eine Isolierung von Gebäuden fordert die solchen jenseits des Polarkreises gut anstehen würde. Bei Neubauten können sich die Bauherren um den Unsinn nicht drücken, bei Altbauten muss die energetische Sanierung bei grösseren Umbauten und Renovierungen erfolgen. Die Kosten können zig-1000 € ausmachen.

    Der Widerspruch liegt darin, dass es gemäss der Ökosaga vom "Klimawandel" wärmer werden soll, womit der Heizbedarf drastisch sinkt und die Anforderungen an eine Wärmeisolierung eigentlich sinken sollten. Das ist ein ökoreligiöser Widerspruch der ein paar Mrd. €/Jahr kostet.

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