Entgegen den Plänen von Peer Steinbrück
Familienministerin will höhere Absetzbarkeit von Betreuungskosten

HB BERLIN. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will entgegen den Plänen von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine höhere steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten durchsetzen. „Gut ist, dass vom ersten Euro an künftig die Absetzbarkeit gewährleistet ist. Ich will zudem aber eine höhere Absetzbarkeit als die derzeit 1500 Euro im Jahr“, sagte von der Leyen der „Welt am Sonntag“. Steinbrück will die Absetzbarkeit von derzeit maximal 1500 Euro auf 1000 Euro kappen. In der kommenden Woche soll laut Zeitung darüber neu verhandelt werden.

Im „Tagesspiegel am Sonntag“ warb die CDU-Politikerin dafür, dass der Staat sich stärker um benachteiligte Kinder kümmern soll, die „auf der Schattenseite des Lebens“ geboren werden. „Dort müssen wir das Wächteramt des Staates früher ausüben“, sagte sie. Dies solle eine der drei zentralen Säulen ihrer Familienpolitik werden. Es gebe Familien, in denen Kinder wegen Armut, Gewalt oder Drogenabhängigkeit der Eltern seelisch und körperlich verwahrlosten. „Kinder können ihren Halt auch bei anderen Menschen finden, wenn ihre Eltern völlig überfordert sind“, sagte die Ministerin. Sie regte die Unterstützung durch Familienhelferinnen oder Erzieherinnen an. „Wir haben Hilfsangebote, aber die Hilfe muss früher zu den Kindern kommen.“

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