Entlastung
Koalition erwägt spürbare Senkung der Sozialbeiträge

Gute Nachrichten für Arbeitnehmer: Die Koalition stellt eine spürbare Senkung der Sozialbeiträge für 2013 in Aussicht. Politiker halten insgesamt eine Reduzierung um einen Prozentpunkt für möglich.
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BerlinDie Arbeitnehmer in Deutschland können zum Jahreswechsel auf eine spürbare Senkung der Sozialbeiträge hoffen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Mittwochsausgabe) stellen Fachpolitiker von Union und FDP eine deutliche Kürzung der Beitragssätze in Aussicht. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michel Fuchs, sagte der Zeitung, die Sätze zu Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung könnten 2013 "durchaus um insgesamt einen Punkt" sinken. Voraussetzung sei, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin positiv entwickele.

Wie die Zeitung unter Berufung auf FDP-Fraktionskreise schreibt, sehen auch die Liberalen deutliche Entlastungsspielräume. Allein der Rentenbeitragssatz könnte demnach zum Jahreswechsel von 19,6 auf 19,0 Prozent sinken. FDP-Fraktionsvize Heinrich Kolb sagte, eine Senkung um 0,5 Punkte sei "sehr realistisch". Bei guter Konjunktur könnte der Satz sogar noch stärker gekürzt werden.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @ manuelchrist,
    das bezieht sich auf die gesamten Sozialkosten (~40%).
    Das wurde seinerzeit unwidersprochen vom parlamentarischen Staatssekretät Siegmar Mosdorf publiziert.

  • Eine Halbierung von Beitragssätzen durch Erhöhung bzw. Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze klingt verlockend. Allerdings ist dies nicht logisch.

    Denn wenn jemand derzeit als Angestellter 200.000 Euro Jahresbruttoeinkommen hat, dann bezahlt er Beiträge in Höhe von 9,8 % von 67.200 Euro pro Jahr in 2012 an die geseztliche Rentenversicherung, also 6.585,60 Euro. Bei Abschaffung der BBG zahlt er zwar 19.600 Euro (9,8 % von 200.000 Euro), erwirbt damit aber auch einen lebenslänglichen, monatlichen Rentenanspruch in Höhe von ca. 172 Euro anstatt 58 Euro. Es müssen ihm also 114 Euro später mehr pro Monat ausbezahlt werden. Eine Milchmädchenrechnung.

    Oder ist damit gemeint, die BBG nur bezüglich der Beiträge abzuschaffen, also volle Beiträge zu kassieren, bezüglich der Leistungen aber weiterhin zu deckeln. Ja, das wäre eine prima Lösung. Damit erreicht man bestimmt, dass die Leistungsträger unserer Gesellschaft hier bleiben.

  • @ DagmarK,
    der Prozentpunkt ist wirklich Augenwischerei.
    Lt. BMWi der 14. Legislaturperiode könnten die Sozialbeiträge (bei gleicher Gegenleistung) ca. halbiert werden, wenn jeder Einkunftsbezieher bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge leisten würde.
    Also von ca. 40 auf 20% - Hälftig für AG u. AN.
    Entfiele die B.-bemessungsgtrenze, wäre eine nochmalige Halbierung möglich.
    Also von ca. (40) 20 auf 10% - Hälftig für AG und AN.
    Genau eine solche Konsolidierung ist politisch nicht gewollt.

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