Entscheidung vertagt
Eliteförderung muss noch warten

Die Entscheidung über das Programm zum Aufbau von Spitzenforschung und Elite-Universitäten ist vertagt. Das Förderprogramm in Höhe von 1,9 Milliarden Euro wurde durch das Veto der Unions-Ministerpräsidenten vorerst auf Eis gelegt.

HB BONN/BERLIN. Zunächst soll über eine grundlegende Neuordnung der Bund-Länder- Zuständigkeiten im Bildungsbereich verhandelt werden, verlautete am Montag aus der Sitzung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung (BLK) in Bonn. Die Wissenschaftsminister von Bund und Länder werden danach erst wieder im November über das Programm beraten können.

Die beiden großen Forschungsorganisationen, die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), haben eine zügige Entscheidung von Bund und Ländern über die Eliteförderung angemahnt. Der Aufbau von Elite- Universitäten und Spitzenforschung sei „bitter nötig“, sagte MPG- Präsident Peter Gruss am Montag im NDR. DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker sagte im WDR, Forschung und Hochschulen könnten das 1,9- Milliarden-Euro-Programm dringend gebrauchen. Dies sei „eine ganze Menge Geld“.

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat der Union nach ihrem Veto eine Blockadehaltung vorgeworfen. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner (SPD) warnte im Südwestrundfunk vor einem Scheitern der Gespräche. Über das 1,9-Milliarden-Programm bestehe bis auf wenige Details Einvernehmen. Die Neuordnung der Bund-Länder-Zuständigkeiten dauere Jahre. Solange könne man aber bei der Spitzenforschung nicht warten.

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