Erasmus-Stiftung
AfD gründet politische Stiftung

Alle großen Parteien haben ihnen nahestehende Stiftungen. Nun zieht auch die AfD nach – und benennt sich ausgerechnet nach einem großen Europäer. Publizist Konrad Adam, Kritiker von Parteichef Lucke, soll sie führen.
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BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) hat eine parteinahe Stiftung gegründet. Die „Erasmus-Stiftung“ soll sich der politischen Bildung widmen. Der Publizist Konrad Adam wurde zum Vorstandsvorsitzenden gewählt, wie AfD-Pressesprecher Christian Lüth am Montag mitteilte. Adam wird dem rechtskonservativen AfD-Flügel zugerechnet. Er ist einer von drei Co-Vorsitzenden im Parteivorstand.

Die Stiftung trägt den Namen des christlichen Humanisten Desiderius Erasmus von Rotterdam. Sie will die staatsbürgerliche Bildung fördern und die Ausbildung begabter junger Menschen unterstützen. Nach Erasmus von Rotterdam ist auch ein Stipendienprogramm der EU benannt.

Alle großen Parteien haben ihnen nahestehende Stiftungen gegründet. Diese erhalten staatliche Zuschüsse. Zwar müssen sie nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts rechtlich unabhängig sein. Kritiker beklagen trotzdem eine zu große Nähe zwischen den Parteien und ihren Stiftungen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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