
DÜSSELDORF. Dies zeigen Berechnungen des Handelsblatts (Freitagsausgabe) auf Basis von Daten des Bundesfinanzministeriums. Rang drei und vier belegten Bayern und Hessen mit 79 bzw. 75 Euro Pro-Kopf-Einnahmen.
Dagegen gilt in Ostdeutschland Erbschaftsteuer fast als ein Fremdwort. Sachsen-Anhalt nahm 2010 gerade mal vier Euro pro Kopf ein. Selbst Bier- und Lotteriesteuer waren hier um ein Mehrfaches ergiebiger. Kaum besser erging es den anderen ostdeutschen Bundesländern: Hier betrug die Erbschaftsteuer pro Einwohner fünf bis sieben Euro. Nur knapp drei Prozent des gesamtdeutschen Erbschaftsteueraufkommens wurde 2010 in Ostdeutschland erzielt. Bundesweit betrug das Erbschaftsteueraufkommen im abgelaufenen Jahr 4,4 Milliarden Euro. Es war damit 130 Millionen Euro höher, als von der Steuerschätzung vorhergesagt.