Erfahrungsaustausch
Frauen in Spitzenpositionen sprechen bei Merkel vor

75 weibliche Führungskräfte aus Firmen, Kultur, Verwaltung und Forschung kommen heute ins Kanzleramt. Es geht um die Förderung von Frauen. Vor dem Treffen äußerte sich Familienministerin Schröder erneut zur Frauenquote.
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BerlinVor dem Erfahrungsaustausch von Kanzlerin Angela Merkel mit Frauen in Führungspositionen hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ihre Ablehnung von festen Frauenquoten bekräftigt. „Von der Frauenquote in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sind nur wenige Frauen betroffen“, sagte die CDU-Politikerin der „Passauer Neuen Presse“. „Die entscheidende Frage wird sein, ob wir uns trauen, die Arbeitsbedingungen – übrigens auch oft das Arbeitsrecht – so zu ändern, dass Menschen mit Familie auch Karriere machen können.“ Das werde am Ende für Millionen arbeitender Frauen viel wichtiger sein als die Debatte, welche Quote wann ganz oben erreicht sein müsse.

Beim Treffen am heutigen Dienstag im Kanzleramt soll darüber diskutiert werden, wie es mehr Frauen in leitende Funktionen von Wirtschaft und Gesellschaft schaffen können. Dazu werden 75 weibliche Führungskräfte aus Firmen, Kultur, Verwaltung und Wissenschaft sowie 30 junge Frauen erwartet. Eine feste Frauenquote in Aufsichtsräten hat die schwarz-gelbe Koalition im Bundestag kürzlich abgelehnt. Die Union will eine 30-Prozent-Quote ab 2020 ins Wahlprogramm aufnehmen.

Schröder lehnt eine gesetzliche Quote seit langem strikt ab. Sie setzt ihr Flexi-Quoten-Modell dagegen, das die Wirtschaft verpflichten will, sich selbst eine Frauenquote aufzuerlegen. Die Ministerin sagte der „Passauer Neuen Presse“, es müsse viel stärker um die mittleren Führungsebenen gehen. „Dafür müssen wir in dieser Gesellschaft ein neues Verständnis von Arbeitszeiten entwickeln. Immer noch wird allzu oft erwartet, dass vor allem Führungskräfte nur gut sein können, wenn sie 70 bis 80 Stunden pro Woche arbeiten.“

Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der DAX-30-Unternehmen lag dem Bericht zufolge Ende März bei 21,1 Prozent. In den Vorständen waren laut Bundesfamilienministerium Frauen zu 7,7 Prozent vertreten. Im Familienministerium seien inzwischen 43 Führungskräfte weiblich, was einem Frauenanteil von 51,2 Prozent entspreche.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier gibt es einen interessanten Artikel, der erklärt, warum es bei der steigenden Bedeutung von Frauen in Führungspositionen mehr Entwicklung und Unterstützung auf den unteren Unternehmensebenen bedarf http://www.atkearney361grad.de/girl-power-and-governance/

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