Erfolge in Stuttgart und Mainz
Grüner Triumphzug bei Kommunalwahlen

Die Grünen haben ersten Prognosen zufolge bei den Kommunalwahlen die Landeshauptstädte von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erobert. In Stuttgart könnten die Grünen stärkste Fraktion werden, in Mainz können sie mit einem Rekordergebnis rechnen. Bei den Kommunalwahlen in den anderen fünf Bundesländern gab es am Sonntagabend zunächst keine eindeutigen Trends.

HB FRANKFURT/MAIN. Neben der Europawahl waren am Sonntag in sieben Bundesländern mehr als 20 Mio. Menschen zu Wahlen für Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage oder andere kommunale Vertretungen aufgerufen. Da die Europawahl vorrangig ausgezählt wird, ist mit den Ergebnissen der Kommunalwahlen frühestens am (morgigen) Montag zu rechnen. In Thüringen, Sachsen und dem Saarland gelten die Kommunalwahlen als Stimmungstest für die Landtagswahlen am 30. August.

Laut Südwestrundfunk steigerten sich die Grünen in Stuttgart von 18,7 Prozent auf 27,0 Prozent und liegen damit knapp vor der CDU mit 26,5 Prozent, die 6,4 Punkte einbüßte. Die SPD sank sogar um 7,3 Punkte auf 15,5 Prozent. Die FDP kam auf zehn Prozent, die Freien Wähler auf elf Prozent und die Linke auf vier Prozent. In Stuttgart war vor allem der Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation umstritten, den die Grünen strikt ablehnten.

In der zweitgrößten baden-württembergischen Stadt Mannheim wird die SPD nach der Prognose wegen starker Einbrüche der CDU erstmals nach zehn Jahren wieder stärkste Kraft. Sie legte demnach zwar nur um 0,5 Punkte auf 32,5 Prozent zu, die CDU büßte aber 9,9 Punkte ein und erreicht laut Prognose nur noch 27,5 Prozent. Die Grünen gewannen dagegen auch hier 4,4 Punkte hinzu und kamen auf 16 Prozent.

In Mainz, wo der Bau eines Kohlekraftwerks und die finanzielle Schieflage der kommunalen Wohnbaugesellschaft für Trubel sorgen, steigerten sich die Grünen um 7,7 Punkte auf 22 Prozent, während CDU und SPD herbe Verluste hinnehmen mussten. Die CDU büßte der Prognose zufolge 5,5 Punkte ein und kam auf 32,5 Prozent, die SPD rutschte um 5,3 Punkte auf 23,5 Prozent.

Die FDP verbesserte sich um drei Punkte auf 10,5 Prozent. Die Republikaner verloren 4,8 Punkte und kommen auf 2,5 Prozent. Die Linke zieht mit voraussichtlich drei Prozent erstmals in den Stadtrat ein. Die gemeinsame Liste aus Freien Wählern und ödp erreicht demnach sechs Prozent.

Seite 1:

Grüner Triumphzug bei Kommunalwahlen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%