„Erfolgsprinzip Frau“
Wie die SPD den Merkel-Thron erklimmen kann

Nach ihrem fulminanten Erfolg bei der NRW-Wahl stehen Hannelore Kraft in der SPD alle Türen offen. Feministinnen-Ikone Alice Schwarzer ist sogar überzeugt: Die „Hannelore aus Mülheim“ hat das Zeug zur Kanzlerin.
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BerlinHannelore Kraft ist es gelungen, was die drei männlichen Bewerber für die Kanzlerkandidatur - Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück - bislang nicht geschafft haben: Eine wichtige Wahl für die Sozialdemokraten zu gewinnen.

Mit ihrem fulminanten Erfolg in Nordrhein-Westfalen hat Kraft allerdings noch viel mehr erreicht. Die 50-jährige hat die Herzkammer der Genossen für die Partei endgültig zurückgeholt und die Schmach von 2005, als man der CDU unterlag, glatt gezogen. Sie hat das letzte Ergebnis von 34,5 Prozent sogar noch ausgebaut, sie hat die SPD-Traumkonstellation Rot-Grün möglich gemacht und dabei gleichzeitig die Linke kalt gestellt. Größere Erfolge kann man derzeit kaum einfahren für die SPD.  Das dürfte nicht nur die führende Männer-Riege, die sogenannte SPD-Troika, beeindruckt haben, sondern auch Angela Merkel. Ihr könnte mit Kraft bald eine ernsthafte Gegnerin gegenüberstehen. Das meint zumindest die Feministinnen-Ikone Alice Schwarzer.

Die Verlegerin und Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Emma“ glaubt, für ihre Einschätzung gute Gründe zu haben. In ihrem Blog schreibt sie dazu: „Die Zeit der Alphamänner in der Politik scheint in unseren Breitengraden besiegelt zu sein.“ Der überragende Sieg von Hannelore Kraft sei vor allem „ein Sieg des Prinzips Frau bzw. des Prinzips Mensch“. Nach Schwarzers Beobachtung hat die Bürger allerdings weniger die Politik der Kandidatin überzeugt, sondern vielmehr ihr Stil. „Bescheidenheit, Solidarität, Sachorientiertheit. Also der Effekt, der die Menschen nach dem XL-Alphatrauma mit Schröder/Fischer zu Merkel trieb“, ist Schwarzer überzeugt.  

Dass Merkels Sieg im Jahr 2005 allerdings dennoch denkbar knapp ausfiel , führt Schwarzer auf Widerstand in ihren Reihen zurück. „Es waren laut Wahlanalyse die alten Konservativen, die die eigene Kandidatin nicht gewählt haben.“ Ob das Krafts Chancen als mögliche Kanzlerkandidatin erhöhen würde? Das lässt Schwarzer in ihrem Blog-Eintrag offen: „Sollte Merkel es 2013 noch einmal schaffen, wäre es von nun an wahrscheinlich, dass der ersten Kanzlerin Deutschlands im Jahr 2017 auf den Fuß die zweite Kanzlerin folgt, diesmal eine sozialdemokratische“, gibt sie sich dennoch zuversichtlich.

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Regierung versagt bei Frauenquote

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  • Und ich hatte schon gedacht, das Handelsblatt sei die letzte deutschsprachige Zeitung, in der Mann von sexistischer männerfeindlicher Hetze verschont bleibt und sachliche Informationen erhält. Offensichtlich ein Irrtum. Was treibt nur vermeintlich seriöse Blätter dazu, in derart enthemmter Weise Menschen aufgrund ihres (männlichen) Geschlechts herabzuwürdigen und, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, auf die Stufe von Un-Menschen zu stellen ("Prinzip Frau" = "Prinzip Mensch") ? Wer die Auftritte Krafts z.B. seinerzeit in der Fernsehdiskussion mit Jürgen Rüttgers gesehen hat, kann dazu nur sagen, von "Bescheidenheit" keine Spur, stattdessen lautstarkes Dazwischenschreien, eifrig übrigens assistiert von dem nach eigenem Bekunden feministisch ausgerichteten Fernsehmoderator Jörg Schönenborn, der Rüttgers noch zusätzlich dazwischenredete und versuchte, Kraft Stichworte zu liefern. Nochmals gesteigert das Ganze dann in der kürzlichen NRW-Wahl, in der Röttgen als CDU-Spitzenkandidat antrat - eine einzige Orgie von Schmutz und Verunglimpfungen gegen Röttgen, bis auf das unterste Niveau hinab("er schwitzte", "er war schlecht gekleidet", etc.), jegliche (berechtigte) Kritik an Kraft dagegen wurde geradezu pedantisch vermieden. Ist das jetzt die Normalität in der Berichterstattung ? Bei einer derartigen, geradezu krankhaften Einseitigkeit der Medien, immer gegen den Mann, immer für die Frau, brauchen Männer in Zukunft wohl gar nicht mehr anzutreten. Das Wahlergebnis in NRW und auch die Folgen für Röttgen zeigen ja deutlich, dass diese medialen Schmutzkampagnen inzwischen reale Wirkungen erzielen. Insgesamt eine Zerstörung der politischen Kultur in Deutschland in der widerwärtigsten Weise, auf lange Sicht wahrscheinlich sogar eine Zerstörung der Kultur des Zusammenlebens insgesamt.

  • Danke für die Blumen, ich werde sie bei nächstbester Gelegenheit dort überreichen, die mich schlechterdings auf die Idee brachten. Wenigstens einer der Gefühle zeigen kann. Danke @spacewalker, aufrichtiges Danke schön.

  • Liebe Margit,
    teilweise stimme ich ihren Kommentaren zu. Doch bei einer Frage scheiden sich immer die Geister: bei den Emanzenweibern. Und hier finden sich dann so Widersprüche wie
    Zitat: unsere Politk immer schlechter wird mit diesen Weibern da im Bundestag?
    Aha die Politik wird immer schlechter und es ist die Schuld der Frauen

    dann nächster Satz: gute Leute, egal ob Mann odr Frau

    Ja, was soll das jetzt werden? Erst sind die Frauen schuld und dann wollen sie gute Leute, egal welchen Geschlechts. Ich dachte die Frauen bringen nicht?

    Und dann wieder nächster Satz:
    ich will keine Emanzenweiber die sonst nichts im Hirn haben

    Gratulation, Sie scheinen Fähigkeiten zu haben, die sonst niemand hat. Sie können Gedanken lesen und wissen von jeder Emanze, was sie im Kopf hat.(was ist das eigentlich genau - eine weibliche Person, die die Rechte verlangt, die ihr eigentlich laut Grundgesetz zustehen). Das weiss ich als Psychologe nicht. Können Sie mir bitte verraten, wie das geht?

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