Ergebnisse des Ländervergleichs aus Pisa-Studie 2003
Bayern erneut Spitze auf Pisa-Rangliste

Bayern ist erneut klarer Sieger der bundesdeutschen Wertung des internationalen Pisa-Schultestes. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stellen die 15-jährigen bayerischen Schüler in allen Testfeldern die gleichaltrigen Jungen und Mädchen aus den anderen Bundesländern weit in den Schatten.

HB BERLIN. In Mathematik dringen sie sogar in die Weltspitze der Pisa-Siegerstaaten Finnland, Korea, Niederlande und Kanada vor.

Baden-Württemberg wird erneut zweiter. Aber der bisherige Pisa- Dritte rückt näher heran. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz behaupten sich im oberen bis mittleren Mittelfeld, Nordrhein- Westfalen fällt im Bundesländer-Vergleich zurück. Bei den anderen Ländern gibt es wenig Bewegung. Dabei haben alle Länder ihre Leistungs-Punktzahlen in Mathematik und Naturwissenschaften gegenüber dem ersten Test vor drei Jahren verbessern können, vor allem Sachsen- Anhalt.

Der Schulforscher Manfred Prenzel informierte die Schulminister der 16 Bundesländer am Mittwochabend in Berlin über die Ergebnisse. Sie sollen offiziell an diesem Donnerstag vorgestellt werden.

Das miserable gesamtdeutsche Abschneiden beim ersten Pisa-Test hatte im Dezember 2002 in Deutschland einen Schock ausgelöst und die Kultusminister zu Schulreformen veranlasst. Diese konnten bis zum erneuten Pisa-Testtermin im Frühjahr 2003 nur bedingt greifen.

Aus dem ersten Bundesländervergleich vor drei Jahren waren die Schüler aus Bayern als Sieger hervorgegangen. Die Abkürzung Pisa steht für „Programme for International Student Assessment“. Der Test wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris organisiert.

Die internationale Schulleistungsstudie Pisa und die innerdeutsche Vergleichsuntersuchung Pisa-E haben nach Ansicht des Bundesbildungsministeriums zentrale Schwächen des deutschen Bildungssystems aufgedeckt. Denn deutsche Schüler erbringen danach nur durchschnittliche Leistungen auf zentralen Gebieten wie Lesen, Mathematik oder Naturwissenschaften. In keinem anderen Industriestaat entscheide die soziale Herkunft so sehr über den Schulerfolg und die Bildungschancen wie in Deutschland. Zugleich gelinge die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich schlechter, heißt es.

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