Ermittlungen der Krankenkassen
Grassierender Optiker-Betrug in Niedersachsen

Optiker in Niedersachsen haben Krankenkassen nach Überprüfungen der AOK mit falschen Abrechnungen um mehrere Millionen Euro betrogen.

HB HANNOVER. Der Leiter einer kassenübergreifenden Ermittlungsgruppe, Peter Scherler von der AOK, sagte, von 350 überprüften Brillengeschäften stellten 80 Prozent überhöhte Rechnungen aus. Bisher hätten die Kassen sieben Millionen Euro von Optikern zurückgefordert, nachdem die Ermittlungsgruppe 10000 Einzelbelege unter die Lupe genommen habe. Die Beträge lägen zwischen 2000 und 250000 Euro.

Scherler beschrieb drei Tricks der Optiker: Zum einen seien fiktive Rezepte ausgestellt worden, ohne dass dafür eine Leistung erbracht wurde. Optiker dürfen so genannte Berechtigungsscheine als eine Art Rezept ausstellen. Ferner seien Einstärkengläser als Mehrstärkengläser für scharfes Sehen in der Nähe und in der Ferne abgerechnet worden. Zudem gebe es tausende Fälle, in denen etwa Sonnenbrillen als Mehrstärkengläser abgerechnet wurden. Die Ermittlungsgruppe rechnet mit weiteren Manipulationen bei anderen Optikern. "Das ist eine durchgängige Masche", sagte Scherler.

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