Ermittlungen gegen rund 30 Offiziere und Unteroffiziere
Struck rechnet mit neuen Misshandlungsfällen

Verteidigungsminister Struck geht davon aus, dass in nächster Zeit noch mehr Fälle von Misshandlungen bei der Bundeswehr bekannt werden.

HB BERLIN. Verteidigungsminister Peter Struck rechnet damit, dass sich in den nächsten Tagen noch mehr Soldaten mit Misshandlungsvorwürfen melden werden. Struck rief die Soldaten im Deutschlandradio auf, jeden Fall von Misshandlung in der Bundeswehr zu melden.

Zu den Misshandlungsfälle im westfälischen Coesfeld sagte Struck, er habe den «Eindruck, dass da im Bereich der Rekruten viel eher hätte Alarm geschlagen werden müssen und den Vorgesetzten dann eindeutig klar in die Arme hätte gegriffen werden müssen.»

In Coesfeld sollen Rekruten von Ausbildern misshandelt und unter anderem mit Stromstößen gequält worden sein. Laut Medienberichten ermittelt das Verteidigungsministerium gegen rund 30 Offiziere und Unteroffiziere.

In Zeitungsinterviews hatten Bundeswehr-Ausbilder am Wochenende ihr Vorgehen gerechtfertigt. Ziel sei es, die Ausbildung junger Rekruten im Hinblick auf Auslandseinsätze der Bundeswehr realitätsnah zu gestalten. Dazu sagte Struck: «Einsatznahe Ausbildung ist nur erforderlich für diejenigen, die wirklich in den Auslandseinsatz gehen.» Wie man sich in einer Geiselnahme-Situation verhalten solle, müsse ein normaler Grundwehrdienstleistender nicht lernen.

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