Ermittlungsverfahren wurde in Berlin eingeleitet
Korruptionsverdacht: Ermittlungen gegen Bahn-Chef Mehdorn

Wegen Korruptionsverdachts beim Abschluss eines Verkehrsvertrags zwischen Brandenburg und der Deutschen Bahn hat die Neuruppiner Staatsanwaltschaft am Montag mehrere Büros durchsuchen lassen.

HB BERLIN/POTSDAM. Der Verdacht richtet sich gegen Bahn- Chef Hartmut Mehdorn und den ehemaligen brandenburgischen Bauminister Hartmut Meyer (SPD). Wie die Ermittlungsbehörde mitteilte, hatte eine Amtsrichterin zuvor angeordnet, alle Unterlagen zu einem Milliarden-Vertrag der Bahn mit dem Land Brandenburg sowie zu einem Beratervertrag Meyers mit der Bahn sicherzustellen.

Durchsucht wurden Räume der Deutschen Bahn AG und der Beraterfirma Short Cut GmbH in Berlin sowie in Meyers Privathaus in Wriezen (Märkisch-Oderland). Das Potsdamer Bauministerium habe entsprechende Unterlagen auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft herausgegeben, hieß es. Das in Berlin eingeleitete Ermittlungsverfahren sei von Neuruppin übernommen worden, weil der Schwerpunkt möglicher Tathandlungen im Land Brandenburg liege.

Zu Meyers Zeit als Verkehrs- und Bauminister hatte das Land ohne Ausschreibung einen Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bahn mit einem Volumen von 1,92 Mrd. Euro geschlossen. Die im Dezember 2002 getroffenen Vereinbarung räumt der Deutschen Bahn AG das Recht ein, 70 bis 75 Prozent des Bahnnetzes im Land zehn Jahre lang zu betreiben. Im September 2003 trat Meyer nach zehnjähriger Amtszeit überraschend zurück. Vor reichlich einer Woche wurde dann bekannt, dass er nun Berater der Bahn AG wird.

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