Erneute Ärzteproteste
Am Montag bleiben die Praxen zu

Ab kommenden Montag ist es wieder so weit: Mit erneuten Praxis- und Apothekenschließungen wollen Ärzte und Pharmazeuten gegen die geplante Gesundheitsreform protestieren. Die Verbände selbst sprechen von einer „noch nie da gewesenen Ablehnungs-Allianz“.

HB FRANKFURT/MAIN. Mit erneuten bundesweiten Protestaktionen wollen Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsberufe am Montag die Bürger von möglichen Gefahren der geplanten Gesundheitsreform überzeugen. Wie die Deutsche Ärzteschaft zusammen mit anderen Berufsgruppen mitteilte, muss deshalb zu Wochenbeginn flächendeckend mit Praxisschließungen und eingeschränkten Apothekendiensten gerechnet werden. Die Verbände sprachen von einer noch nie da gewesenen Ablehnungs-Allianz.

Nach dem Willen der Berliner Regierungskoalition soll die Reform für mehr Durchschaubarkeit, für einen regeren Wettbewerb und für den Abbau von Bürokratie im Gesundheitswesen sorgen. Vor allem die Ärzte laufen seit Monaten dagegen Sturm, weil sie unter anderem Einkommenseinbußen befürchten. Die mit der Reform drohenden Leistungseinschränkungen und Arbeitsplatzverluste seien bisher zu wenig wahrgenommen worden, hieß es in einer Stellungnahme der Ärzteschaft zum Protesttag. Für die Patienten werde die Reform den Abbau der wohnortnahen Versorgung, längere Wartezeiten sowie eine zusätzliche Rationalisierung von Gesundheitsleistungen zur Folge haben, befürchtet die Standesorganisation.

Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe sagte der „Rheinischen Post“: „Der Staat will die Richtlinien allein bestimmen und uns Ärzte am Gängelband führen. Es geht um Staatsdirigismus.“ Hoppe äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass es auch auf Grund der landesweiten Proteste noch zu Nachbesserungen des Gesetzentwurfs kommen wird.

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