"Ernstzunehmende HInweise"
Extremismus-Verdacht: Bochums Polizei im Großeinsatz

Bei einem Großeinsatz hat die Polizei in Bochum im Umfeld zweier Moscheen Personen überprüft, weil sie dort nach eigenen Angaben gewaltbereite islamistische Extremisten vermutete.

HB BOCHUM. Es lägen ernstzunehmende Hinweise vor, dass an den beiden Moscheen sich Personen aufhielten, „die im Verdacht stehen zum Kreis gewaltbereiter islamistischer Extremisten zu gehören“, teilte die Polizei in Bochum mit. Bei dem Großeinsatz sollten die Personalien der angetroffenen Personen überprüft werden. Ziel sei es, „terroristische Strukturen beziehungsweise Gruppierungen bereits im Vorfeld zu erkennen“. Erkenntnisse über konkrete Anschlagspläne für Bochum lägen nicht vor.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD) erklärte, die Polizei gehe allen Spuren nach, um die weltweiten Verzweigungen der islamistischen Netzwerke aufzudecken. „Dadurch verbessern wir Stück für Stück die Erkenntnislage über islamistisch-extremistische Gruppierungen.“

Der Einsatz richte sich „gegen diejenigen Kreise, die die hier bestehenden islamistischen Vereinsstrukturen ausnutzen, um unter diesem Deckmantel extremistische und terroristische Aktivitäten zu entfalten beziehungsweise vorzubereiten“, teilte die Bochumer Polizei mit. Zum Ergebnis des Einsatzes werde sich die Polizei zu einem späteren Zeitpunkt äußern, hieß es.

Das NRW-Innenministerium teilte mit, in Nordrhein-Westfalen lebten rund 8000 Mitglieder islamistisch-extremistischer Organisationen. Darunter bewege sich „nur eine verhältnismäßig kleine, aber höchst gefährliche Gruppe im Umfeld des islamistischen Terrorismus.“

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