Erstattung von Medikamenten
Fraktionen verlangen Überarbeitung der Gesundheitsreform

Die Gesundheitsexperten der Union, der SPD und der Grünen im Bundestag fordern eine Änderung der Gesundheitsreform. Dabei geht es um rezeptfreie Medikamente für Kinder, die die Kassen derzeit nur bis zu einem Alter von zwölf Jahren erstatten.

HB BERLIN. Unions-Gesundheitsexperte Wolfgang Zöller sagte der "Financial Times Deutschland", die Altersgrenze solle auf 17 Jahre angehoben werden. Es habe sich gezeigt, dass sich die Streichung der Leistung aus dem Kassenkatalog negativ auf die Gesundheit vieler Kinder ausgewirkt habe. Viele einkommensschwache Familien könnten die rezeptfreien Medikamente für ihren über 13-jährigen Nachwuchs nicht bezahlen.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Birgitt Bender, schloss sich Zöllers Forderung an. Dies sei ein Punkt, über den man "nachdenken" müsse, so Bender. Ihre SPD-Kollegen äußerten sich ähnlich.

Das Bundesgesundheitsministerium reagierte eher abweisend auf den Vorschlag. Ein Sprecher sagte, es stelle sich die Frage, wie die zusätzlichen Kosten gegenfinanziert werden sollten. Die Gesamteinsparungen der Reform dürften nicht gefährdet werden. Ein "Wiederaufschnüren" des Gesundheitskompromisses könne eine "Flut von Änderungswünschen" bewirken. Zudem bestehe die Gefahr, dass sich Eltern dann rezeptfreie Medikamente auf den Namen ihrer Kinder erstatten lassen.

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