Erste Landtagswahl für den 50-Jährigen
Platzeck ist Spitzenkandidat der Brandenburger SPD

Nahezu alle Delegierten stimmten für Platzeck. Mit dem Traumergebnis von 99 Prozent wählte die SPD den Brandenburger Ministerpräsidenten am Sonntag zum Spitzenkandidat für die Wahl im September.

HB BERLIN. Die Brandenburger SPD zieht mit Ministerpräsident Matthias Platzeck an der Spitze in den Landtagswahlkampf. Der 50-Jährige wurde am Sonntag in Potsdam mit 129 von 130 abgegebenen Stimmen zum Spitzenkandidaten gewählt.

Platzeck hatte erst im Sommer 2002 Manfred Stolpe als Regierungschef abgelöst. Er tritt am 19. September das erste Mal bei einer Landtagswahl für die Sozialdemokraten an.

Er sagte vor den Delegierten, vor seiner Partei lägen harte Monate. «Die CDU will uns weghaben und mich gleich mit», sagte er. Es lohne sich aber trotz schlechter Umfragewerte zu kämpfen.

Der Brandenburger SPD-Landesverband beschloss zudem ein Novum: Als erster Landesverband erlaubten die Sozialdemokraten auch Nicht-Parteimitgliedern die Kandidatur. Anlass war die des unter Brandenburger Landwirten populären Landesbauernchefs Udo Folgart. Mit ihm hoffen die Sozialdemokraten Wähler der freien Wählerinitiativen zu erreichen.

Hauptkonkurrent Platzecks ist Innenminister Jörg Schönbohm, der Spitzenkandidat der Christdemokraten. In Umfragen liegt die CDU derzeit mit 34 Prozent vor der SPD, die auf 30 Prozent kommt. Allerdings ist Platzeck in Brandenburg wesentlich beliebter als Schönbohm.

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