Erste Vorlage soll im Herbst ins Parlament
Preis für Puma-Panzer höher als erwartet

Die Gespräche zwischen der Industrie und dem Verteidigungsministerium über den Kauf des neuen Schützenpanzers „Puma“ gehen in die erste Runde. Laut Ministerium haben die Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall, die den Panzer in Kooperation bauen, Mitte Juli ein erstes Angebot in Höhe von 3,46 Mrd. Euro vorgelegt.

ink/tom BERLIN/DÜSSELDORF. Das Ministerium war in ersten Schätzungen von einem deutlich niedrigeren Preis ausgegangen. Jetzt müsse gemeinsam ausgelotet werden, wie die Kosten gesenkt werden können, hieß es am Montag in Berlin.

Die Industrie-Partner wollten sich nicht zu den Kosten äußern: „Wir stehen erst am Beginn der Verhandlungen“, sagte ein Sprecher von Rheinmetall. Von einer „Verteuerung“ des für die Bundeswehr wichtigen Projekts könne man aber nicht sprechen, da bisher keine Gespräche über die Kosten geführt worden seien, sagte der Sprecher weiter.

Der „Puma“ ist als Nachfolger für den in die Jahre gekommenen Schützenpanzer „Marder“ vorgesehen. Anders als dieser kann die Basisversion des „Puma“ mit dem künftigen Transportflugzeug A 400 M an den Einsatzort gebracht werden. Geplant ist, 410 „Puma“ zu beschaffen. Das Heer drängt auf eine möglichst schnelle Einführung.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums soll im Herbst eine Vorlage für die Beschaffung an den Bundestag gehen, der dem Projekt zustimmen muss. Anfang September will das Ministerium die Abgeordneten auf einem Parlamentarischen Abend schon einmal über das Programm informieren.

Analysten gehen davon aus, dass die Größe der Bestellung Bestand haben wird. Unklar sei in diesem frühen Stadium noch, über welchen Zeitraum die Finanzierung laufen werde: Im längsten Fall könnte sie sich bis 2012 strecken, heißt es in einer Studie der Landesbank Rheinland-Pfalz. Die Industrie hofft, dass der „Puma“ auch zum Export-Erfolg wird. Interessenten wie die Niederlande wollen aber erst den Auftrag in Deutschland abwarten.

Quelle: Handelsblatt

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