Erstmals mit Gästen Wulff ruft zum Zusammenhalt in der Euro-Krise auf

Bundespräsident Christian Wulff hat bei seiner ersten Weihnachtsansprache den Zusammenhalt Europas auch in Zeiten der Euro-Krise beschworen. Wulffs Premiere fand in Bellevue zum ersten Mal vor 200 Gästen statt. Nach seinem Appell zu gegenseitigem Respekt, stellte er mehr Solidarität in den Mittelpunkt seiner Rede.
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Bundespräsident Christian Wulff: Unsere Gesellschaft lebt von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden. Quelle: DAPD

Bundespräsident Christian Wulff: Unsere Gesellschaft lebt von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden.

HB BERLIN. Bundespräsident Christian Wulff hat die Bürger zu mehr Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt aufgerufen. „Jeder muss spüren: Ich gehöre dazu, ich werde gebraucht“, sagte er in seiner ersten Weihnachtsansprache als Staatsoberhaupt.

„Zusammenhalt, Verständigung, Miteinanderauskommen: Das brauchen wir in unseren Familien, in unserem privaten Leben und in unserer Gesellschaft“, sagte das Staatsoberhaupt. „Unsere Gesellschaft lebt von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden, die nicht dreimal überlegen, ob sie sich einsetzen und Verantwortung übernehmen.“

Anders als seine Vorgänger hielt Wulff seine Rede, die am ersten Weihnachtstag im Fernsehen ausgestrahlt wird, bei der Aufzeichnung nicht von seinem Schreibtisch aus. Er lud 200 ehrenamtlich engagierte Bürger, Helfer und Angehörige von Polizei und Bundeswehr sowie Kinder ins Schloss Bellevue. Mit ihnen verbrachte er anschließend den Nachmittag.

Angesichts des Wirtschaftsaufschwungs appellierte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Schwache und Arme nicht zu vergessen.

Die Konjunktur brumme und die Arbeitslosigkeit gehe zurück, teilte der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider in einer schriftlich verbreiteten Weihnachtsbotschaft mit. „Das ist eine schöne Bescherung und Grund für Optimismus.“ Allerdings drohten zugleich Menschen ins Abseits zu geraten, die nicht vom Aufschwung profitierten. „Sie dürfen nicht im Dunkeln bleiben, und die Kirchen werden nicht aufhören, für sie, die Stummen, ihren Mund aufzutun.“

Wie schon bei seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit, als er den Islam als Bestandteil Deutschlands bezeichnete und damit eine heftige Debatte auslöste, bekannte sich der Bundespräsident auch diesmal zur kulturellen Vielfalt des Landes. „Unsere Gesellschaft ist frei und bunt“, sagte Wulff. „Damit eine Gesellschaft aus so vielfältigen Menschen Bestand hat, brauchen wir vor allen Dingen: Respekt. Respekt vor dem, der anders ist als man selbst. Und Anerkennung auch seiner Leistungen.“

Wulff legte auch ein Bekenntnis zu Europa ab. Ohne die Schuldenkrise in mehreren EU-Ländern direkt zu erwähnen, verlangte der Bundespräsident verantwortliches Handeln der Partner: „Wir zeigen Solidarität und sind bereit, auch künftig Verantwortung zu übernehmen - auch in Europa. Wir erwarten von unseren Partnern das Gleiche. Alle müssen ihre Hausaufgaben machen.“

Der EKD-Ratsvorsitzende richtete besondere Weihnachtsgrüße an die in Krisengebieten eingesetzten deutschen Soldaten. „Was die politische Legitimation des Einsatzes in Afghanistan betrifft, so ist die Situation nicht leichter geworden“, meinte Schneider. „Hier werden die Kirchen, auch um der Soldatinnen und Soldaten willen, nicht müde werden, auf eine Abzugsperspektive zu drängen, denn Krieg soll um Gottes willen nicht sein und darf nicht zum Normalfall werden.“

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8 Kommentare zu "Erstmals mit Gästen: Wulff ruft zum Zusammenhalt in der Euro-Krise auf"

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  • Ja - jetzt muss die herrschende Klasse zusammen halten!
    Wenn das belogene Volk aufmuckt, darf man sich dem Einsatz der bW im innern nicht länger schamhaft entgegen stellen.

  • Präsident Wulff, ein Handlanger des Merkel-Regimes.

    Pflegeleicht und unkompliziert macht er Männchen wenn man ihm befehle erteilt.

    Er unterzeichnet ein Gesetz mit einer impertinenz und Unverfrorenheit ohne nur einmal mit der Wimper zu Zucken.

    Eine Unterschrift unter diesem Atomgesetz kommt einem Todesurteil für zig Generationen gleich.

    Da kann einem schon übel werden.

  • Kann Wulff eigentlich gar nichts alleine?
    braucht er jetzt für so eine Ansprache auch wieder Publikum?
    Da steht er immer, zupft sich seine Hemdärmel ständig unter dem Sakko hervor.
    Mein Gott, der schlechteste bundespräsident aller Zeiten. Ein Merkel-Jünger.
    Wir bruchen ih nicht.
    Hält er denn die Rede ans Detusche Volk oder wird es wieder eine MultiKulti-Rede?
    Naja, ich hab besseres zu tun als mir so ein Schwachsinn anzuhören
    Wie war das doch vor der Wahl?
    Da meinte Wulff, man müsse das dringend überdenken, ob ein budnesprä. bis ans Lebensende sein Gehalt bekommt.
    Da höre ich auch ichts mehr.

    Aber wie ich so einige Zeitungen bei uns kenne, werden sie uns bald wieder berichten, wie unheimlich beliebt Wulff bei den bürgern ist. Na dann ist ja alles in Ordnung

  • braucht Deutschland diesen bundespräsidenten ohne Eigenschaften, sozusagen einen direkten Ableger der Kanzlerin ?
    ich meine NEiN, er ist nutzlos und damit überflüssig.

  • Wer schreibt denn nur diese unsäglichen Reden? Voller Gemeinplätze, im Politikersprech, ohne Pfiff! ich rate dringend zum Rhetorikkurs. Wir wünschen unseren Köhler zurück!

  • Trotz neuen Umfeldes, bleibt er ein bundespräsident von Gnaden der Kanzlerin. Er ist kein Präsident des Volkes, und wird dies auch nicht werden. Seine Rede ist nur ein Nachgeplapper von bekanntem, als bürger und Steuerzahler kann man getrost auf solche Reden und Auftritte verzichten. Verschont uns bürger mit diesen leern Phrasen, dieses Herrn.
    Danke

  • Wir haben einen zweiten Westerwelle als bP der mit allgemeinfloskeln wie: Respekt gegen jeden..leider
    nicht die Getthos in Deutschland besucht, wo der das Sagen hat, der die Mehrheit hat. Es muss schön sein wie ein König zu regieren fern aller Wirklichkeiten.

    Frohes Fest im Schloss.

    Vielleicht mal von den 600000 Tausend Obdachlosen in Deutschland ein Paar einladen.

  • Auf diese dummen Sprüche können wir gut verzichten !
    "Unsere" Politiker sind eine Schande für Deutschland.

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