"Erstunken und erlogen"
Peters dementiert Geheimtreffen mit Lafontaine

Die IG Metall hat einen Medienbericht über ein Treffen von Gewerkschaftschef Jürgen Peters mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine über die Aussichten einer neuen Linkspartei als frei erfunden zurückgewiesen.

HB FRANKFURT. „Das Treffen hat nicht stattgefunden“, sagte IG-Metall-Sprecherin Martina Helmerich am Mittwoch in Frankfurt. Sie bezeichnete einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ als „erstunken und erlogen“.

Die Zeitung berichtete in ihrer Mittwochausgabe, Peters habe Lafontaine unter vier Augen getroffen, um über die Chancen einer neuen Linkspartei zu sprechen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete die Zeitung außerdem, Lafontaine habe sich zum selben Thema auch mit dem ehemaligen IG-Metall-Chef Franz Steinkühler sowie mit dem ehemaligen PDS-Chef Gregor Gysi getroffen. Steinkühler war von 1986 bis 1993 Vorsitzender der IG Metall.

Zugleich kündigte die IG Metall juristische Schritte gegen die Zeitung „Die Welt“ an, die über ein solches Treffen berichtet hatte. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete die Zeitung weiter, Lafontaine sei zum selben Thema auch mit dem früheren IG-Metall-Chef Franz Steinkühler sowie mit dem ehemaligen PDS-Chef Gregor Gysi zusammen gekommen. Steinkühler war von 1986 bis 1993 Vorsitzender der IG Metall.

In Gewerkschaftskreisen wurde es als unwahrscheinlich bezeichnet, dass Peters sich mit Lafontaine getroffen haben könnte. Peters sei eingefleischter Sozialdemokrat und würde schon deshalb die linke Alternative nicht unterstützen, hieß es. Er leide zwar unter dem derzeitigen Kurs der SPD, suche aber lieber das Gespräche mit Bundeskanzler Gerhard Schröder, um den Einfluss auf dessen Politik nicht aufzugeben. Die viel zitierte Sprachlosigkeit zwischen Schröder und den Altlinken der IG Metall gebe es nicht.

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