Ertsmals wieder im Bundestag
Struck ist wieder da

Vier Wochen nach seinem Schwächeanfall ist der Verteidigungsminister auf die politische Bühne zurückgekehrt. In der Fraktion wurde er herzlich begüßt.

HB BERLIN. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) ist einen Monat nach seinem Zusammenbruch erstmals wieder im Bundestag aufgetreten. „Ich komme wieder auf die Beine, wie die Partei auch“, sagte er am Freitag zu SPD-Abgeordneten im Bundestag. Er nahm zunächst an der Fraktionssitzung und dann an den Abstimmungen im Parlament teil. In der Fraktion wurde er nach Angaben von Teilnehmern herzlich und mit viel Beifall begrüßt. Der Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering sagte zu Struck: „Peter, Du siehst, was Sache ist.“ Seine Amtsgeschäfte will der Minister Mitte August wieder aufnehmen.

Struck war am 10. Juni nach Darstellung seines Ministeriums mit einem Schwächeanfall in die Berliner Klinik Charité eingeliefert worden. Zeitungen schrieben allerdings von einem Schlaganfall beziehungsweise Herzproblemen. Nach einwöchigem Krankenhausaufenthalt kam er zur Erholung nach Hause ins niedersächsischen Uelzen. Struck wird an diesem Wochenende nicht an der Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg teilnehmen. Stattdessen wird er einen geplanten Urlaub mit der Familie in Dänemark antreten.

Der 61-Jährige hatte Ende der 80er Jahre zwei Herzinfarkte und wurde vor vier Jahren an der Halsschlagader operiert. Der verteidigungspolitische Sprecher der Union, Christian Schmidt (CSU), sagte, Strucks Auftritt am Freitag sei ein erfreuliches Signal. Es sei kein politischer Waffenstillstand vereinbart worden, aber die Union werde Rücksicht auf seinen Genesungsprozess nehmen.

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