"Es droht eine politische Fehlentscheidung"
BDI-Chef für einfache Gestaltung des Emissionsrechtehandels

Der Präsident des Bundesverbades der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, fordert, den Handel mit Zertifikaten für CO2-Emissionen einfach zu gestalten.

HB DÜSSELDORF. Es wäre ein großer Fehler, "die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung durch politische Fehlentscheidungen nachhaltig zu stören und die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf diese Weise zu verhindern", schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Genau das aber drohe jetzt beim Emissionshandel.

Am Montag kommender Woche werden Bunswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Umweltminister Jürgen Trittin ihre Gespräche unter Leitung des Kanzleramtes fortsetzen, um zu einer Einigung in Sachen Emissionshandel zu kommen. Vor diesem Hintergrund spricht sich Rogowski für eine "bedarfsgerechte Ausstattung" der Industrie mit Emissionszertifikaten aus. Dafür solle jede Anlage beim Start des Handels am 1.Januar 2005 "exakt so viel Emissionsrechte erhalten, wie sie zu diesem Zeitpunkt zu ihrem Betrieb benötigt".

Eine lineare Minderungsvorgabe, also jährlich gleiche Reduzierungen der erlaubten Emissionsmengen, lehnt Rogowski ab. "Wie bisher wird der CO2-Reduktionspfad bis zum Zieljahr 2010 schwankend um eine fallende Linie verlaufen." Über die Zuteilung der Emissionsrechte dürfe auch kein Einfluss auf die Wahl der Energieträger ausgeübt werden. Dies aber drohe, wenn nach dem Willen des Umweltministeriums ein "brennstoffunspezifisches Benchmark" festgelegt werde, was zur Folge hätte, dass neue Anlagen praktisch nur noch mit Gas betrieben werden könnten.

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