Eskalation droht
Fluglotsen lehnen Arbeitgeber-Angebot ab

Eine Eskalation droht im Tarifkonflikt bei den Fluglotsen. Das Angebot der Arbeitgeber von 1,8 Prozent mehr Gehalt lehnte die Gewerkschaft der Flugsicherung am Mittwoch ab. Das Angebot der Deutschen Flugsicherung sei keine Grundlage für weitere Verhandlungen, hieß es in einer Mitteilung.

HB FRANKFURT/MAIN. Trotzdem soll das mehrere 100 Seiten umfassende Vertragsangebot bis kommende Woche geprüft werden, sagte Sprecher Marek Kluzniak. Er betonte, die Gewerkschaft wolle weiterhin eine Lösung durch Verhandlungen und keinen Streik. Ein Streik der Fluglotsen könnte den Luftverkehr in Deutschland lahm legen.

Die Gewerkschaft hatte 1,9 Prozent mehr Geld sowie die Änderung zahlreicher Einzelpunkte in den Tarifverträgen gefordert. Dabei geht es auch um Fragen wie die Häufigkeit von bezahlten Kuren oder um Zuschläge. Nach Ansicht der Arbeitgeber würden die Personalkosten bei Erfüllung aller Forderungen um zehn Prozent steigen.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung hatte vor Gericht die Aufnahme der Verhandlungen erstritten. Als Spezialgewerkschaft steht sie in Konkurrenz zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die aber unter den Fluglotsen deutlich weniger Mitglieder hat. Die bundeseigene Deutsche Flugsicherung beschäftigt rund 5400 Mitarbeiter und kontrolliert pro Jahr 2,5 Millionen Flüge im Luftraum über Deutschland.

In der kommenden Woche soll zunächst die Verhandlungskommission der Gewerkschaft erneut tagen. Sollte diese keine weiteren Gespräche mehr für sinnvoll halten, müssten dann die Tarifkommission und der Vorstand über Streikmaßnahmen entscheiden. Die Mitglieder hatten sich bereits in einer Urabstimmung für einen Streik als letztes Mittel ausgesprochen.

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