Etat aufstocken: Wehrbeauftragter Bartels fordert mehr Geld für die Bundeswehr

Etat aufstocken
Wehrbeauftragter Bartels fordert mehr Geld für die Bundeswehr

Die USA verlangen von den Europäern ein stärkeres Nato-Engagement. Eine Forderung, die Verteidigungsministerin von der Leyen unterstützt. Ihr Ruf nach einem höheren Wehretat begrüßt der Wehrbeauftragte des Bundestags.
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BerlinDer Wehrbeauftragten des Bundestages, Hans-Peter Bartels, hat die Ankündigung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüßt, sich für einen höheren Verteidigungsetat einzusetzen. „Es ist wichtig und bemerkenswert, dass sich Frau von der Leyen jetzt für mehr Geld einsetzt“, sagte Bartels dem Handelsblatt. In den vergangenen Jahren sei ihr Etat zwar kontinuierlich gestiegen, allerdings mit etwa 0,2 Prozent vom BIP pro Jahr eher langsam. Mit aktuell 1,22 Prozent sei er weit vom Zwei-Prozent-Ziel, auf dass sich die Nato-Staaten 2014 verpflichtet hatten, entfernt.

Bartels widersprach gleichzeitig Skeptikern, die eine schnelle Steigerung der Ausgaben nicht für sinnvoll halten. „Mit einem BIP-Anteil von 1,5 Prozent könnte die Bundeswehr die größten Lücken bei Personal und Ausrüstung vollständig schließen. Dies sollte nun schnell in Angriff genommen werden“, sagte er.

Um das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, sollte Deutschland allerdings zunächst mit den europäischen Partnern beraten, welches Land welche Stärken vorrangig entwickeln soll: Für Deutschland mit seiner Mittellage in Europa käme da am ehesten eine Stärkung der Landstreitkräfte in Frage.

Zuvor hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärt, die Forderungen der US-Regierung nach einem stärkeren finanziellen Engagement europäischer Staaten in der Nato für berechtigt zu halten. „Wir Europäer, wir Deutsche, wir müssen mehr tun für die eigene Sicherheit, wir müssen da mehr investieren“, sagte von der Leyen. „Es ist ja auch nicht fair, dass die Amerikaner doppelt so viel leisten wie wir alle Europäer zusammen.“

Die Ministerin sprach sich auch für höhere Investitionen in den deutschen Verteidigungshaushalt aus. „Ich brauche übrigens auch genau diese Investitionen in der Bundeswehr. Denn wenn wir sehen, wie viel Aufträge die Bundeswehr heute für unsere Sicherheit leistet, ... dann weiß ich genau, dass wir das nur durchhalten, wenn auch dauerhaft mehr in die Bundeswehr investiert wird.“

In die USA habe sie trotz der skeptischen Äußerung von Präsident Donald Trump zur Nato weiterhin Vertrauen. Verteidigungsminister James Mattis habe „sehr deutlich klargemacht, wie unverbrüchlich die USA zu diesen gemeinsamen Werten in der Nato stehen“. Mattis habe es schön ausgedrückt: „Eine Nation, die sicher sein will, die braucht Freunde, und das gilt für uns alle“, sagte von der Leyen.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Etat aufstocken: Wehrbeauftragter Bartels fordert mehr Geld für die Bundeswehr"

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  • Also wenn das mit Trump so weiter geht, dann wird Trump in einen Jahr immer und überall gegenwertig sein. Trump wird von allen und jeden umworben...er ist in aller Munde. Läuft einfach super für Trump. Schlimmer wäre es für Trump, wenn überhaupt nicht mehr über ihn geredet würde und er komplett unbeachtet gelassen wird.
    Trump spielt das Spiel der Medien perfekt...und er spielt nicht nur das Medien spiel mit sondern spielt dabei auch gleichzeitig mit den Medien. Perfekt!
    Ich liebe diesen Trump!

    "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

    @HBO
    Danke, auch in Namen meines Freundes Spiegel, dass man neuerdings sogar bis 20 Uhr posten kann.
    Denken Sie doch auch über das öffnen am Wochenende nach!?

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