Etatlöcher
Steuern lassen die Länderkassen klingeln

Die sprudelnden Steuern lassen die Etatlöcher der Länder schrumpfen. In den ersten drei Quartalen gaben die 16 Länder insgesamt 16 Mrd. Euro weniger aus als sie einnahmen. Damit ist das Defizit um 5,5 Mrd. Euro geringer, als im Vorjahreszeitraum.
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BERLIN. Dies geht aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervor, die dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) vorliegt. Regierungsexperten erwarten nun, dass Ende des Jahres das Defizit deutlich unter den geplanten 33,5 Mrd. Euro bleiben werde.

Größter Defizitsünder nach drei Quartalen ist Nordrhein-Westfalen, das mit 4,4 Mrd. Euro gut ein Viertel zum gesamten Länderdefizit beisteuert. Auf Rang zwei und drei folgen Hessen und Rheinland-Pfalz, die mit 1,8 bzw. 1,7 Mrd. Euro in der Kreide stehen. Dass es auch möglich ist, mit seinem Geld auszukommen, zeigt der Osten: Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg schrieben bislang schwarze Zahlen. Insgesamt verbuchten die fünf neuen Länder bis Ende September 700 Mio. Euro Überschuss.

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