Deutschland

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Etatrede: Schäuble erklärt Deutschland für „schockresistent“

Der Finanzminister in der Defensive: Im Bundestag nennt Schäuble Deutschland krisenfest. Doch muss er die Finanzierung der Euro-Krisenländer per Notenpresse akzeptieren und seine mäßigen Einsparziele trotzig verteidigen.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist von der Widerstandsfähigkeit Deutschlands in der Eurokrise überzeugt. "Deutschland ist ein ganzes Stück schockresistenter geworden", sagte er am Dienstag bei der Einbringung des Haushalts 2013 im Bundestag. Zugleich sagte er voraus, dass sich die gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft nicht im gleichen Maße fortsetzen werde. Auch gebe es in Europa noch viel zu tun. Die Lösungsvorschläge der Opposition seien dabei aber nicht zu gebrauchen. Sie SPD warf Schäuble und Kanzlerin Angela Merkel, in der Schuldenkrise "schamlos" auf die EZB zu setzen.

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Die Lösung der Schuldenkrise in der Euro-Zone per Notenpresse schloss Schäuble nicht aus - dies dürfe aber nicht das einzige Rettungsinstrument sein. Die Krise lasse sich nicht durch den lockeren Umgang mit der Banknotenpresse lösen, sagte der CDU-Politiker. Die Unabhängigkeit der EZB müsse respektiert und verteidigt werden. Entscheidend seien Reformen in den Euro-Ländern. "Daran führt kein bequemer Ausweg vorbei", betonte Schäuble. Die EZB hatte vergangene Woche angekündigt, unbegrenzt Staatsanleihen finanzschwacher Euro-Länder zu kaufen. Diese Staaten müssten aber vorher unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen und sich auf Reformauflagen einlassen.

SPD-Haushälter warnt Gigantische Euro-Risiken in Schäuble-Etat

Die Rettungsbemühungen für den Euro belasten auch den Finanzplan, rechnet die SPD vor.

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Bei der Opposition löst Schäuble damit scharfe Kritik aus. SPD-Finanzexperte Joachim Poß kritisierte, Bundeskanzlerin Angela Merkel schiebe die Verantwortung für die Stabilisierung des Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) zu, weil sie für ihren Kurs keine Mehrheit in der Koalition habe. „Sie suchen immer den Ausweg für Feiglinge statt sich zu stellen. Das ist ein historisches Versagen“, sagte Poß. An die Adresse von Schäuble fügte er hinzu: „Das ist schamlos, das ist verantwortungslos. Sie haben in ihrer Aufgabe als Bundesfinanzminister versagt.“

Auch Linken-Fraktionsvize Dietmar Barsch kritisierte, mit dem Haushaltsentwurf werde die Schere zwischen Arm und Reich immer größer. Grünen-Haushaltsexpertin Priska Hinz warf der schwarz-gelben Koalition vor, bei der "Energiewende nicht zu liefern". Der Etatentwurf verstärke zudem soziale Ungerechtigkeit dadurch, dass bei der Arbeitsmarktpolitik gekürzt werde. Dabei werde ausgerechnet bei der Qualifizierung und der Wiedereingliederung gespart.

Kommentar Nichts als schöne bunte Kurven

Die deutsche Wirtschaft steht vordergründig ziemlich gut dar - davon profitiert vor allem der Bundesfinanzminister. Aber Schäuble muss aufpassen, denn sonst kann er sich bald in die Galerie seiner gescheiterten Vorgänger einreihen.

Kommentar: Nichts als schöne bunte Kurven

Der Bundestag war am Morgen zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen gekommen. Die ganze Woche lang steht der Bundeshaushalt 2013 im Mittelpunkt der Debatten. Im Regierungsentwurf sind Ausgaben von 302,2 Milliarden Euro vorgesehen. 259,8 Milliarden sollen an Steuern eingenommen werden, aus sonstigen Einnahmequellen sollen weitere 23,6 Milliarden kommen. Die verbleibenden 18,8 Milliarden Euro muss Schäuble mit neuen Schulden bezahlen.

Wesentliche Posten im Haushalt

  • Neuverschuldung

    2016 soll der Bund erstmals seit mehr als 40 Jahren ohne neue Schulden auskommen und sogar einen Überschuss erwirtschaften. Mit dem ersten Milliarden-Plus soll dann der Abbau des Schuldenbergs beginnen. So sollen 2016 Schulden des Investitions- und Tilgungsfonds um rund eine Milliarde Euro reduziert werden. Das Sondervermögen war in der Finanzkrise für die Konjunkturpakete aufgelegt wurde. 2013 soll die Neuverschuldung auf 18,8 Milliarden Euro gedrückt werden nach 32,1 Milliarden Euro 2012. 2014 sollen es 13,1 Milliarden Euro sein und 2015 nur noch 4,7 Milliarden Euro.

  • Schuldenbremse

    Für die Schuldenregel ist nicht die tatsächliche Neuverschuldung ausschlaggebend, sondern das „strukturelle Defizit“. Das ist das um Konjunktureinflüsse und Einmaleffekte bereinigte Minus. Es weicht von der Neuverschuldung ab. Der Bund muss bis 2016 sein Strukturdefizit auf 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung senken. Dies soll nun schon 2013 erreicht werden. Die deutsche Schuldenregel ist strenger als der europäische Fiskalpakt, der mittelfristig eine gesamtstaatliche Strukturdefizitquote von maximal 0,5 Prozent vorschreibt. Diesen Wert will Deutschland schon 2012 einhalten.

  • ESM-Raten

    2012 wird der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM mit zwei Raten von insgesamt 8,7 Milliarden Euro ausgestattet. Vor allem dafür musste ein Nachtragsetat mit mehr neuen Schulden beschlossen werden. Auch 2013 sollen 8,7 Milliarden Euro eingezahlt werden. Die letzte Rate von 4,3 Milliarden Euro ist 2014 fällig.

Die Neuverschuldung werde im Vergleich zu den vergangenen Jahren konsequent gesenkt, sagte der 69-Jährige. Die Vorschrift der Schuldenbremse, ab 2016 maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukt als strukturelle Neuverschuldung einzuplanen, werde schon im nächsten Jahr erfüllt. "Damit gelingt uns nicht nur, die Vorgaben der Schuldenbremse im Grundgesetz einzuhalten, sondern wir übertreffen diese Vorgaben weit", lobte Schäuble.

Steuererhöhungen erteilte er eine Absage. Die Diskussion über eine Reichensteuer sei eine "absurde Debatte". In der Opposition herrsche offenbar ein "eindimensionales Verständnis von Steuerpolitik". Deutschland habe kein Einnahmeproblem.

Welche Hilfsprogramme zur Verfügung stehen

  • Welche Aufgabe hat der Euro-Rettungsschirm EFSF?

    Die Euro-Regierungen finanzieren über die Rettungsschirme - gegen Auflagen - Hilfsprogramme für Euro-Staaten, die sich aus eigener Kraft vorübergehend nicht ausreichend am Kapitalmarkt finanzieren können. Der vorläufige Rettungsschirm EFSF wurde 2010 in aller Eile gegründet, um Portugal und Irland zu helfen. Inzwischen werden auch die Reste des ersten Griechenland-Hilfspakets und das zweite Griechenland-Hilfspaket aus dem EFSF finanziert.

  • Welche Aufgabe hat der Euro-Rettungsschirm ESM?

    Der dauerhafte Rettungsschirm ESM sollte bereits zum 1. Juli 2012 den EFSF ablösen. Der ESM wurde inzwischen in allen Euro-Staaten ratifiziert außer in Deutschland: Vor Unterzeichnung des Gesetzes entscheidet am Mittwoch das Bundesverfassungsgericht.

  • Über welche Instrumente verfügen die Rettungsschirme?

    Vollprogramme: Griechenland, Portugal und Irland finanzieren sich für drei Jahre aus Krediten der Rettungsschirme, auf die sie Zinsen zahlen. Die Kredite werden von den Euro-Staaten entsprechend ihres Anteils am Grundkapital der Europäischen Zentralbank garantiert. Die Empfänger-Staaten haben sich verpflichtet, ihre Haushalte zu sanieren und Strukturreformen umzusetzen. Die Einhaltung überprüft regelmäßig die Troika aus Vertreten der EU-Kommission, des IWF und der EZB.

  • Welche weiteren Instrumente gibt es?

    Hilfsprogramme light: Unterhalb der kompletten Staatsfinanzierung können die Rettungsschirme auch solchen Staaten helfen, denen es nicht gar so schlecht geht wie Griechenland, Irland und Portugal - also etwa Spanien und Italien. Sie springen dann etwa mit Anleihekäufen am Primär- und Sekundärmarkt ein, mit vorbeugenden Kreditlinien und mit Bankenrettungshilfen. Dafür reicht es, die Haushaltsvorgaben der EU einzuhalten, was die EU-Kommission prüft. Spanien bekommt so bereits ein Bankenrettungsprogramm.

  • Wie viel Geld steht bereit?

    Der EFSF kann verbürgte Kredite über 440 Milliarden Euro vergeben. Deutschland garantiert davon bis zu 211 Milliarden Euro. Noch nicht belegt sind beim EFSF 148 Milliarden Euro. Der ESM kann bis zu 500 Milliarden Euro an Krediten vergeben. Deutschland stellt 168 Milliarden Euro Garantien bereit und zahlt 22 Milliarden Euro in die Bareinlage ein. In einer Übergangsphase bis Ende 2014 laufen EFSF und ESM parallel. In dieser Phase beträgt das maximale deutsche Garantievolumen 310 Milliarden Euro.

  • Wer entscheidet über neue Hilfsprogramme des ESM?

    Die Euro-Gruppe der Finanzminister; Deutschland und Frankreich als größte Anteilseigner haben jeweils ein Vetorecht. Der Bundesfinanzminister muss sich jede Entscheidung vom Bundestag absegnen lassen. In der Regel entscheidet das Plenum, über die Auszahlung unproblematischer Tranchen etwa an Irland der Haushaltsausschuss. Bei Entscheidungen über Anleihekäufe am Sekundärmarkt soll ein Untergremium des Haushaltsausschusses beraten. Dieses tagt geheim, um die Märkte überraschen zu können.

  • Wieso will die EZB ein Anleihekaufprogramm starten?

    Um am Sekundärmarkt die zeitweise massive Spekulation gegen Spanien und Italien durch Anleihekäufe einzudämmen, ist der ESM in seinen Entscheidungswegen zu schwerfällig. Seine Mittel sind begrenzt. Die EZB kann dagegen unbegrenzt Anleihen am Sekundärmarkt kaufen und so Spekulanten abschrecken. Doch will die EZB das Programm nur starten, wenn sich das begünstigte Land einem ESM-Programm unterwirft. Dem müsste der Bundestag vorher zustimmen.

Zugleich räumte der Minister ein, dass sich die gute Entwicklung der vergangenen Jahre, etwa bei den Steuereinnahmen und auf dem Arbeitsmarkt, abschwächen werde. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum werde wahrscheinlich nicht übertroffen. Es gebe daher "keine weiteren Spielräume" für Ausgaben.

Schäuble verteidigte die Pläne von Union und FDP für eine Senkung der Einkommensteuer. Es sei richtig, damit der sogenannten kalten Progression entgegenzuwirken, rief er die Opposition zu Zugeständnissen im Vermittlungsausschuss auf. Als besondere Schwerpunkte des Etats 2013 hob er die Bildungs- und Forschungspolitik sowie Investitionen in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hervor.

Rentenpolitik

Der Minister verteidigte die vom Kabinett beschlossene Senkung des Rentenbeitragssatzes. Es sei "ein Ausdruck von Berechenbarkeit und Verlässlichkeit", wenn die Rentenformel angewandt "und nicht je nach Kassenlage manipuliert" werde. Damit werde das Versicherungsprinzip gestärkt. Laut Gesetz muss der Rentenbeitragssatz sinken, wenn die Rücklagen der Deutschen Rentenversicherung eineinhalb Monatsausgaben übersteigen.

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Das Kabinett hatte Ende August beschlossen, den Rentenbeitragssatz von derzeit auf 19,6 auf voraussichtlich 19,0 Prozent zu drosseln. Teile der Opposition und der Gewerkschaften fordern, auf die Senkung zu verzichten und das Geld stattdessen zur Bekämpfung der Altersarmut zu verwenden.

Schäuble warnte vor unrealistischen Zeitplänen für eine europäische Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB). „Übereilte Scheinlösungen werden uns nicht helfen“, sagte er im Bundestag. Bei der geplanten einheitlichen Aufsicht sollte sich zunächst auf die systemrelevanten Banken konzentriert werden, forderte Schäuble.

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Es sei unrealistisch, in kürzester Zeit eine schlagkräftige Aufsicht für 6000 bis 8000 Institute aus dem Boden zu stampfen. Zudem müssten in jedem einzelnen Land Einlagensicherungssysteme sowie Konzepte für eine Banken-Restrukturierung vorgelegt werden.

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Er betonte, erst bei einer europäischen Bankenaufsicht unter Einbeziehung der EZB habe der dauerhafte Euro-Rettungsfonds ESM die Möglichkeit, angeschlagene Banken in Euro-Ländern direkt zu rekapitalisieren. Aber auch dann müsse dies im Bundestag beraten und beschlossen werden. „Daran wird sich nichts ändern“, stellte Schäuble klar. Die EU-Kommission legt an diesem Mittwoch ihre Vorschläge für eine europäische Bankenaufsicht als Teil einer Bankenunion vor.

Schäuble machte auch deutlich, dass die europäische Staatsschuldenkrise noch nicht vorbei sei, "auch wenn wir Kurs halten". "Probleme zu hoher Staatsverschuldung, Instabilität im Bankensektor und als Folge Phasen der Unsicherheit auch in der Realwirtschaft werden Europa und die Welt leider auch in den nächsten Monaten noch beschäftigen", gab er zu bedenken.

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Der CDU-Politiker mahnte, die Ursachen der Krise lägen "in Fehlern der Finanz- und Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer" und müssten auch genau dort angegangen werden. Daher schloss Schäuble neue Verhandlungen über die für Griechenland geltenden Reformauflagen aus. "Alle Verpflichtungen müssen erfüllt werden", sagte er. Andernfalls würde erneut Vertrauen zerstört. "Die Überwindung der Vertrauenskrise im Euroraum" sei weiterhin von zentraler Bedeutung. "Deshalb kann es in dieser Frage keine neuen Verhandlungen geben."

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Schäuble kennzeichnete Deutschland als gutes Beispiel für die Nachbarn. "Wir sind - in aller Bescheidenheit - für viele europäische Staaten ein Vorbild." Die Bundesregierung biete mit ihrer Politik die bessere Alternative zu Vorschlägen der Opposition wie der "Vergemeinschaftung der Schulden", einer "Schuldenunion" und Euro-Bonds. Diese Ideen würden den Steuerzahler teuer zu stehen kommen, aber nicht für nachhaltiges Wachstum in Europa sorgen, warnte Schäuble.

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Der Finanzminister will weiter für das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz kämpfen. „Ich hoffe, dass das ratifiziert wird“, sagte er. „Ich hoffe, dass wir in einer vernünftigen, sachlichen Diskussion unserer Verantwortung gerecht werden.“ Alle Argumente gegen das Steuerabkommen liefen bei genauer Betrachtung völlig ins Leere. Die von SPD und Grünen geführten Länder lehnen das Abkommen für eine Besteuerung von Altvermögen deutscher Steuerbetrüger sowie eine künftige Ertragsbesteuerung deutscher Bankkunden in der Schweiz ab.

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112 Kommentare

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  • 13.09.2012, 11:53 Uhrnachrechner

    @Rechner: ich stimme Ihren Ausführungen zu - danke für die sehr gute Darstellung. Jedoch bezog sich meine Kritik an der mangelnden Transparenz (auch) auf die Besteuerung der Mitglieder des ESM, die nicht offengelegt wird (ich habe keine andere Information) und in Eigenregie der ESM für sich selbst festlegt. Daher bleibe ich hier bei meiner Meinung (die Sie ja auch nicht kritisiert haben), dass hier ein Selbsterhaltungstrieb installiert wird. Das dies üblich bei anderen Behörden ist, ist völlig zutreffen und schlimm genug. Es ist daher eine FOrtschreibung von einer Selbstbedienungstradition. Solche Behörden tendieren zudem dazu, sich von alleine auszudehnen und ihre Existenz und Pfründe zu mehren und zu verteidigen. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße / Amtsgröße bedarf es nach Erkenntnissen der Wissenschaft keiner Aussenaufträge mehr, damit sich die Organisation beschäftigt. Sie ist sich dann selbst genug ;-)

  • 12.09.2012, 13:19 Uhrmargrit117888

    Rener
    Danke

  • 12.09.2012, 11:32 UhrRechner

    'nachrechner' sagt
    -----------------------
    Zudem sind die Bediensteten von der nationalen Einkommensteuer befreit, aber unterliegen im Gegenzug einer internen Besteuerung durch den ESM, die durch den Gouverneursrat ausgestaltet und beschlossen wird.
    -----------------------

    Das ist bei internationalen Behörden so üblich.

    Gilt auch für Angestellte von UNO, EU, EGH, EZB, IWF, EIB ...

    Sogar Angestellte bei CERN oder EMBL unterliegen keiner deutschen/französischen/britischen Einkommensbesteuerung. Das deutsche Finanzamt macht lediglich den Progressionsvorbehalt geltend.

    +++

    'nachrechner' sagt
    -----------------------
    Entspricht diese Art Ihrem Verständnis von Demokratie und Transparenz?
    -----------------------

    Hinsichtlich der Transparenz erlaube ich mir auf den ESM-Vertrag hinzuweisen:

    ARTIKEL 27 - Jahresabschluss

    (1) Der Gouverneursrat billigt den Jahresabschluss des ESM.
    (2) Der ESM veröffentlicht einen Jahresbericht mit einem geprüften Jahresabschluss und übermittelt den ESM-Mitgliedern einen zusammengefassten Quartalsabschluss und eine Gewinn- und Verlustrechnung, die das Ergebnis seiner Operationen ausweist.


    ARTIKEL 29 - Externe Prüfung

    Der Abschluss des ESM wird von unabhängigen externen Abschlussprüfern geprüft, die mit Zustimmung des Gouverneursrats bestellt werden und für die Bestätigung des Jahresabschlusses verantwortlich sind. Die externen Abschlussprüfer sind befugt, sämtliche Bücher und Konten des ESM zu prüfen und alle Auskünfte über dessen Geschäfte zu verlangen.

    ARTIKEL 30 - Prüfungsausschuss

    ...

    (5) Der Gouverneursrat macht den jährlichen Bericht den nationalen Parlamenten und obersten Rechnungskontrollbehörden der ESM-Mitglieder sowie dem Europäischen Rechnungshof zugänglich.

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