Etwa 1500 Soldaten im Einsatz
Deutschland übernimmt Kommando vor libanesischer Küste

Die Deutsche Marine übernimmt an diesem Sonntag das Kommando des UN-Friedenseinsatzes vor der Küste des Libanons. Die feierliche Zeremonie ist am Mittag auf dem italienischen Flugzeugträger „Garibaldi“ im Hafen von Beirut vorgesehen, teilte ein Bundeswehrsprecher am Samstag auf Anfrage mit.

HB BERLIN. Deutschland löst Italien ab, das übergangsweise mit den Franzosen die Kontrolle ausübte. Zur Übergabe wird auch das deutsche Flaggschiff „Mecklenburg-Vorpommern“ den Hafen von Beirut anlaufen. Kommandant des internationalen Marineverbandes der UN- Friedenstruppe UNIFIL wird dann der Kieler Admiral Andreas Krause. Dem Verband werden auch Schiffe aus Schweden, den Niederlanden, Norwegen und Dänemark angehören. Die deutsche Marine ist im Hauptkontingent mit 2 Fregatten, 2 Versorgungsschiffen, 4 Schnellbooten und etwa 1500 Soldaten im Einsatz. Der Verband wird im Laufe des Sonntags im Operationsgebiet - 50 Seemeilen vor der libanesischen Küste - seine Aufgaben übernehmen.

Die „Maritime Taskforce“ soll laut UN-Auftrag den seeseitigen Waffenschmuggel für die radikal-islamischen Hisbollah- Milizen in den Libanon unterbinden und hat dazu ein so genanntes robustes Mandat, das notfalls auch Gewaltanwendung erlaubt. Der Bundestag hatte am 20. September den Weg für den ersten bewaffneten Nahost-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr freigemacht. Deutschland beteiligt sich mit bis zu 2400 Marine- Soldaten an der UNIFIL-Mission.

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